Abend mit Violoncello und Orgel

Am Mittwoch um 20 Uhr eröffnet die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) ihre Konzertsaison in der evangelischen Kirche in Rheineck.

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Beatrice Wenger

Beatrice Wenger

RHEINECK. Im Konzert werden Beatrice Wenger, Violoncello, und Jürg Brunner, Orgel, deutsche Musik aus drei Jahrhunderten interpretieren. Es stehen Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann, Kirchner und Reger auf dem Programm.

Die Künstler …

Beatrice Wenger studierte an der Musikakademie Zürich bei Rolf Looser Cello und bildete sich bei Walter Grimmer in Bern weiter, ehe sie bei Hidemi Suzuki in Den Haag Barockcello studierte. Sie ist Mitglied im Berner Kammerorchester, Allegria Musicale Biel und Collegium Musicum Luzern, musiziert in verschiedenen Kammermusikformationen und unterrichtet an der Musikschule Münsingen.

Jürg Brunner ist in St. Gallen aufgewachsen und lebt heute in Bern. Nach seiner Ausbildung (Klavier und Orgel) am Konservatorium Winterthur sowie an der Musikhochschule Basel (Orgelsolistendiplom bei Eduard Müller) unterrichtete er von 1975 bis 2000 an der Kantonsschule Heerbrugg und war bis 2012 Organist an der Heiliggeistkirche Bern. Als vielseitiger Musiker auf den Instrumenten Orgel, Cembalo und Klavier interessiert er sich nebst dem klassischen Repertoire für verschiedenste Projekte von Historischer Aufführungspraxis bis Volksmusik, Continuospiel und Improvisation.

… und ihr Programm

Mit Johann Sebastian Bach (1685–1750), dem Orgelkomponisten schlechthin, und einem seiner bekanntesten Werke wird das Konzert eröffnet. Die Gambensonate in G, eines von drei Werken für Cello und obligates Tasteninstrument, hat drei gleichwertige Stimmen, wobei zwei durch die Orgel gespielt werden. Im Concerto in G wird Jürg Brunner solistisch in Erscheinung treten. Für Max Reger (1873–1916) war Bach das grosse Vorbild. Seine Orgelmusik, obwohl in einer recht modernen Klangsprache gehalten, ist formal und satztechnisch von Bach inspiriert, was in der Aria (vergleiche Bachs berühmte Air) für Cello und Orgel nicht zu überhören ist. Wie Reger verkörpert auch Theodor Kirchner (1823–1903) den spätromantischen Jugendstil der Jahrhundertwende, wofür zwei Tonstücke für Cello und Orgel beispielhaft sind. Zwei Werke aus der Klassik – ein Klavierstück von Mozart (1756–1791) und eine Bearbeitung von Beethoven (1770–1827) – bilden die Brücke zum Romantiker Robert Schumann (1810– 1856). Seine Kanons für Orgel sind seltene Kostbarkeiten, seine Phantasiestücke für Klarinette oder Cello und Klavier zeigen die ganze Ausdruckspalette der Romantik von innigster Zartheit bis zur feurigen Leidenschaft.

Das Konzert beginnt am kommenden Mittwoch um 20 Uhr in der evangelischen Kirche in Rheineck. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. (pd)

Jürg Brunner (Bilder: pd)

Jürg Brunner (Bilder: pd)

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