ABBRUCH: Kündigung fürs Rümpeltum

Dem Verein Rümpeltum wurde per Ende August gekündigt. Die Stadt unterstützt den Verein bei der Suche nach einem neuen Standort. Noch gibt es keine Lösung.

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An der Haldenstrasse 23 fahren bald die Bagger auf. (Bild: Matthias Fässler)

An der Haldenstrasse 23 fahren bald die Bagger auf. (Bild: Matthias Fässler)

Das Ende des Rümpeltums an der Haldenstrasse 23 scheint endgültig besiegelt. Die Rekurse gegen die Baubewilligung auf dem Areal, die aufschiebende Wirkung hatten, sind vom Tisch. Nun muss das «Rümp» per Ende August 2018 definitiv aus dem Gebäude ausziehen. Bereits im Herbst soll das Haus abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden, wie Besitzer Andreas Deschwanden auf Anfrage sagt.

Ein Kampf mit Vorurteilen

Bis 2002 befand sich das ehemals besetzte Kulturlokal an der St. Leonhard-Brücke, ehe es einem Bürokomplex weichen musste. Ein Jahr darauf bezog es die Räume an der Haldenstrasse. Ab März 2014 kündigten Visierstangen einen Neubau von Geschäfts- und Wohnräumen an. Ein Nachfolgeprojekt auf dem Areal des Bahnhofs St. Fiden scheiterte an fehlenden Wasserleitungen, welche die SBB ohne Absprache mit der Stadt gekappt hatte. Wie Baudirektorin Maria Pappa auf Anfrage sagt, zeichnet sich jedoch eine Lösung ab. «Aktuell klären wir bei einer eigenen Liegenschaft via Amt für Baubewilligungen ab, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Betrieb mit maximal 200 Leuten geführt werden kann», sagt sie. Zuvor hatten sich andere Standorte als unrealistisch herausgestellt.

Die Stadt sei daran interessiert, möglichst vielen Interessensgruppen Raum für deren Aktivitäten zu geben. «Das Rümpeltum braucht für seine Aktivitäten, inklusive Konzerte, günstige Räumlichkeiten, die sich nicht inmitten eines Wohngebietes befinden», sagt Pappa. Gerade das «Rümp» habe bei der Suche nach einem Raum oft mit Vorurteilen und Ängsten hinsichtlich Lärmklagen zu kämpfen. «Wir haben jedoch in den letzten Jahren mit dem Rümpeltum sehr gute Erfahrungen gemacht.» (maf)