Abacus erstellt Neubau

Beim Ziegeleiareal in Wittenbach erstellt Abacus einen Bürokomplex. Nach einigen planerischen Verzögerungen kann in etwa drei Wochen mit dem Bau begonnen werden.

Roman Hertler
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Christian Huber Projektleiter Abacus-Neubau, Cenote AG (Bild: pd)

Christian Huber Projektleiter Abacus-Neubau, Cenote AG (Bild: pd)

WITTENBACH. Das Softwareunternehmen Abacus Research AG wächst und benötigt Platz für ihre Mitarbeitenden. Nach einer längeren Planungsphase erstellt die Bauherrin Cenote AG, die Immobilienfirma der Abacus-Holding, ein zweiteiliges Bürogebäude, das Arbeitsplätze für rund hundert Mitarbeiter bieten wird. In gut drei Wochen ist Baubeginn. Die 80 Parkplätze zwischen Abacus-Platz und Ziegeleiweiher-Areal, auf denen der Gebäudekomplex zu stehen kommt, werden in die Tiefgarage verlegt.

Viel Stein und Glas

«Die Abacus Research AG ist Alleinmieterin des gesamten Neubaus», sagt Christian Huber, Verwaltungsratspräsident der Cenote AG und Projektleiter des Abacus-Neubaus. Die Fassaden sind von hellem Stein und spiegelndem Glas geprägt. Die zwei Einzelgebäude werden über eine Passerelle und unterirdisch miteinander verbunden. Auf zwei Vollgeschossen werden jeweils zwei etwas zurückversetzte Attika-Geschosse mit offenen Büros und Arbeitsplätzen gebaut.

Geplant war der Baubeginn ursprünglich 2013. Doch eine Einsprache eines direkten Anwohners verhinderte ein rasches Vorankommen des Projekts. Das oberste Stockwerk wurde um einen Meter abgesenkt und auf den Seiten zurückversetzt. Weitere Planungen wurden durchgeführt. «Wir müssen uns bezüglich der Platzverhältnisse immer wieder fragen, wie es bei Abacus weitergeht», sagt Christian Huber. «Der <Altbau> muss entlastet werden. Zudem gibt es dort bisher relativ wenig öffentliche Räume und Sitzungszimmer. Das soll sich mit dem Neubau ändern.»

WWF zieht Einsprache zurück

Der Abacus-Neubau kommt direkt neben dem Amphibienlaichgebiet Ziegeleiweiher zu stehen. Die Entwässerung des momentan noch oberirdisch gelegenen Parkplatzes verläuft direkt ins Naturschutzgebiet (Ausgabe vom 13. Juni). Der WWF ist vor einigen Wochen nochmals mit einer Einsprache gegen den Abacus-Neubau aktiv geworden, die eine Woche später aber wieder zurückgezogen wurde. «Es ging lediglich um technische Detailfragen», sagt Martin Zimmermann, Geschäftsführer des WWF St. Gallen, auf Anfrage. «Einerseits wollten wir sicherstellen, dass das Versprechen von vor zwei Jahren, die Entwässerung künftig nicht mehr ins Naturschutzgebiet zu leiten, eingehalten wird. Ausserdem wollten wir wissen, wie die Grundwasserströme im Gebiet verlaufen.»

Aus Sicht des WWF gibt es am Abacus-Neubau nichts zu bemängeln. «Der Fehler wurde bereits viel früher und seitens der Gemeinde Wittenbach begangen», sagt Zimmermann. Mitte der 1990er-Jahre ging es hier um die Einzonung des Amphibienlaichgebiets von nationaler Bedeutung. Dass direkt daneben und sogar in einem wieder ausgezonten Teilgebiet Wohnhäuser errichtet wurden, war laut Zimmermann falsch.

Ziel vor Augen

Die Baubewilligung für den Abacus-Neubau liegt bereits vor. Ein nachträglich eingereichtes Korrekturgesuch mit letzten technischen Anpassungen liegt bei der Gemeinde. «Die endgültige Bewilligung ist nur noch Formsache», sagt Christian Huber. Bis im Sommer 2017 soll der Neubau bezugsbereit sein.

Auf dem Parkplatz neben dem Ziegeleiweiher-Areal (im Hintergrund) kommt der Abacus-Neubau zu stehen. (Bild: Peer Füglistaller)

Auf dem Parkplatz neben dem Ziegeleiweiher-Areal (im Hintergrund) kommt der Abacus-Neubau zu stehen. (Bild: Peer Füglistaller)

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