A cappella trifft auf Hackbrett

Der erste Sommerevent des Kulturvereins Katz hat voneinander entfernte Genres zusammengebracht: Hackbrettspieler treffen auf Breakdancer und Beatboxer.

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Junge Tänzer: Die Breakdance-Crew «Effect» zeigt ihr Können. (Bild: Dominik Bärlocher)

Junge Tänzer: Die Breakdance-Crew «Effect» zeigt ihr Können. (Bild: Dominik Bärlocher)

Waldkirch. Ruth Falk sitzt am Piano im Waldkircher OZ Bünt, Kathrin Pfändler spielt Flöte. Begleitet werden die beiden Damen von einem jungen Mann, der vom Look her gar nicht hinter sein Hackbrett passt. Christoph Pfändler trägt Stahlkappenstiefel und ein T-Shirt mit dem Aufdruck einer Metalband. Er ist der Dritte im Trio namens The Pfändler Gang.

Die Tübacher Musiker präsentieren am vergangenen Samstag im Rahmen des ersten Sommer-Events des Vereins «Kultur am Tannenberg zeigt» (Katz) vor etwa 100 Zuschauern Lieder aus der Geschichte Europas. Highlight ist das eigenwillige, selbstkomponierte Hackbrettsolo mit dem klingenden Titel «Manuel hat Krach mit seinem iPhone», das ein bisschen Metal-Mentalität auf das urchige Instrument bringt und sogar Saiten reissen lässt.

Suche nach den Breakdancern

Als der Katz-Event um 20 Uhr beginnt, fehlt ein Teil des Abends: Die Breakdance-Crew «Effect» aus Romanshorn ist noch nicht eingetroffen. Doch als sich die Türen zur Aula schliessen, huschen sie im Gang vorbei. Sie zeigen als Mittelteil des Abends kühne Dancemoves, inklusive schwieriger Formen wie dem Headspin, der Drehung im Kopfstand.

Eine Stimme, viele Töne

«Der ist solides Mittelmass», sagt Jan Siegwart alias One & Only über sich selbst und schmunzelt. Doch als der Luzerner nur mit Hilfe seiner Stimme die Beatles neu vertont, hat er das Publikum in seinen Bann gezogen. Während er seine eigene Stimme aufnimmt und so ganze Lieder erschafft, erklärt er, wieso Zitronen sauer sind und lehrt Italienisch mittels Bildern und des Lieds «Apelle, figlio d'Apollo». (djb)

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