99 Zeugnisse überreicht

Am KV-Zentrum haben 99 Frauen und Männer die Berufsmatura für Erwachsene abgeschlossen. Sie feierten am Mittwoch die Zeugnisübergabe.

Claudia Schmid
Drucken
Teilen
Übergabe der Maturazeugnisse am Mittwochnachmittag in der Aula des KBZ auf der Kreuzbleiche. (Bild: Luca Linder)

Übergabe der Maturazeugnisse am Mittwochnachmittag in der Aula des KBZ auf der Kreuzbleiche. (Bild: Luca Linder)

Die Maturandinnen und Maturanden, die ihre Ausbildung am Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum (KBZ) St. Gallen erfolgreich beendet haben, erarbeiteten sich die Berufsmaturität in unterschiedlichen Lehrgängen. Drei Klassen absolvierten ein zweisemestriges Vollzeitstudium und eine Klasse die drei Semester dauernde Vollzeitausbildung. Zwei Klassen wurden im berufsbegleitenden viersemestrigen Lehrgang geführt. Aufgrund der grossen Maturandenzahl führte das KBZ die Diplomübergabe doppelt durch.

Schönheit der Sprachen

KBZ-Rektor Urs Bucheli gratulierte den Maturandinnen und Maturanden zum Abschluss. In seiner Rede ging er auf die Sprachenvielfalt der Welt ein. Für ihn ist sie eine Bereicherung. Eine Fremdsprache zu erlernen sei zwar zuweilen mühsam, doch bereite das auch Freude.

Absolventinnen und Absolventen der Berufsmaturität hätten während ihrer Ausbildung erkannt, dass nicht nur Wissen in Mathematik, Ökonomie und Recht für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit zähle. Auch Fremdsprachenkenntnisse seien unabdingbar, wenn man in der globalisierten Welt tätig sein wolle, sagte Bucheli.

Der Rektor wünschte sich für die Maturandinnen und Maturanden, dass sie die Schönheit der eigenen Sprache pflegen, sich aber auch offen gegenüber dem Fremden zeigen. Er rief sie dazu auf, sich im Vertrauten wie auch im Unvertrauten zu bewegen.

Vom Wert der Bildung

Die Diplomrede hielt David Kobler, KBZ-Lehrer für Wirtschaft und Projekte. Er stellte sie unter den Titel «Vom Wert der Bildung». Entscheidend sei nicht die Menge des Faktenwissens. Viel wichtiger sei es, in Zeiten einer exzessiven Schwemme an Informationen den Überblick zu gewinnen und dann auch zu behalten. Er wolle den Wert des Wissens jedoch nicht kleinreden. Wissen sei die Voraussetzung für das Verstehen.

«Sich bilden ist mit persönlicher Anstrengung verbunden, mit Verzicht, mit Entbehrung – auch das macht Bildung aus einer individuellen Sicht so wertvoll», sagte David Kobler weiter. Bildung habe im sogenannten Informationszeitalter den Status einer Ressource. Sie sei ein wichtiges Werkzeug, um Vorurteile und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, und sie schaffe die Voraussetzung für gute Jobs, für Wohlstand, für eine freie und tolerante Gesellschaft. «Bildung ist so betrachtet kein Luxus, sondern bedeutet Zukunft, und ist deshalb eigentlich unbezahlbar.»

Neue Türen geöffnet

Beat Schweizer, Lehrgangsleiter der Berufsmaturität II, übergab zusammen mit den Klassenlehrkräften die Zeugnisse. Mit dem Bestehen der Berufsmaturitätsprüfungen stünden die Türen für ein Fachhochschulstudium oder eine andere Weiterbildung offen, sagte Beat Schweizer. Damit könne ein neuer Lebensabschnitt beginnen.

113 Kandidatinnen und Kandidaten sind zu den Schlussprüfungen angetreten, 99 haben die Prüfungen bestanden. Die Maturandinnen und Maturanden mit einem Notendurchschnitt von 5,3 und höher erhielten eine Auszeichnung.

Aktuelle Nachrichten