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805 drängt es in die Politik

797 Frauen und Männer stellen sich Mitte März zur Wahl ins St. Galler Kantonsparlament – das sind weniger als vor vier Jahren. Die Mitarbeit in der Regierung lockt acht Personen.
Regula Weik
797 Frauen und Männer interessiert die Mitarbeit im Kantonsparlament. (Bild: Regina Kühne)

797 Frauen und Männer interessiert die Mitarbeit im Kantonsparlament. (Bild: Regina Kühne)

ST. GALLEN. Eines ist bereits heute – zwei Monate vor den Wahlen – klar: Die St. Galler Regierung wird männlicher. Für das Exekutivamt bewirbt sich «nur» eine Frau, Heidi Hanselmann, Sozialdemokratin und bisherige Gesundheitschefin. Mit ihr stellen sich die Bisherigen Martin Gehrer (CVP, Finanzen), Willi Haag (FDP, Bau), Stefan Kölliker (SVP, Bildung) sowie Beni Würth (CVP, Volkswirtschaft) zur Wiederwahl.

Um die beiden frei werdenden Sitze von Kathrin Hilber und Karin Keller-Sutter buhlen drei Männer: Fredy Fässler (SP, Rechtsanwalt, St. Gallen), Michael Götte (SVP, Gemeindepräsident, Tübach) und Martin Klöti (FDP, Stadtammann, Arbon).

Sowohl Grüne wie Grünliberale verzichten – anders als vor vier Jahren – auf eine Kandidatur für die Regierung.

Weniger Frauen

Die 120 Sitze im Kantonsparlament sind zwar immer noch begehrt – doch sie locken weniger Frauen und Männer als noch vor vier Jahren: 235 Frauen und 562 Männer drängt es auf einen der Stühle im Ratssaal – zwei Prozent weniger als 2008. Damals hatten 813 Frauen und Männer kandidiert.

Deutlich rückläufig ist das Interesse der Frauen an der Mitarbeit im Parlament. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Kandidierenden beträgt noch 29,5 Prozent; vor vier Jahren hatte er bei 33,7 Prozent gelegen.

Mehr Listen

Insgesamt wurden 68 Listen eingereicht – zwei mehr als vor vier Jahren. Die Frist dafür ist gestern am späten Nachmittag abgelaufen. 17 Listen sind laut Staatskanzlei «noch in Prüfung»; sie erhalten die Listennummer erst nach der Bereinigung.

In den einzelnen Wahlkreisen gibt es zwischen fünf und zwölf Listen – am meisten nicht etwa im mit 30 Mandaten grössten Wahlkreis St. Gallen. Er bringt es auf elf Listen. Den Spitzenplatz mit zwölf Listen belegt der Wahlkreis Wil, der 18 Mandate zu vergeben hat. Daraus auf eine besondere politische Vielfalt zu schliessen, wäre falsch: Drei Listen belegen allein die Grünen (Wil-Stadt, Wil-Land, Junge Grüne). Je zehn Listen gibt es im Toggenburg sowie im See-Gaster, im Werdenberg sind es acht, in Rorschach und im Rheintal je sechs, im Sarganserland schliesslich fünf.

Der Einzelkämpfer

Die vier Regierungsparteien CVP, FDP, SP und SVP treten in allen Wahlkreisen mit mindestens einer Liste an. Die Grünen treten in fünf der insgesamt acht Wahlkreise an, die Grünliberalen in sechs – hinzu kommt eine Besonderheit: Im Sarganserland treten «Die Neuen; BDP und GLP» an. Die BDP tritt in vier weiteren Kreisen an. Die EVP stellt in drei Wahlkreisen Kandidaten, die EDU in vier. Traditionell mit dabei sind in St. Gallen die Schweizer Demokraten. Ebenso «einzigartig» ist im Wahlkreis See-Gaster die UGS Linth, diesmal mit einer Haupt- und einer jungen Liste. Die Piratenpartei, die erstmals zu kantonalen Wahlen antritt, wagt es in St. Gallen und Wil. Und auch der «Exot» fehlt nicht: In See-Gaster kandidiert ein Einzelkämpfer auf der Liste «ReAbility – Nicht mehr ohne uns!».

Bild: REGULA WEIK

Bild: REGULA WEIK

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