71 Festnahmen, vier Millionen Beute

ST.GALLEN. Die St.Galler Kantonspolizei hat seit Ende Oktober 71 Einbrecher festgenommen, darunter zahlreiche Kriminaltouristen. Etwa 100 weitere Täter sind bekannt und zur Verhaftung ausgeschrieben. Die meisten von ihnen sind im Ausland untergetaucht.

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Beamte der Kantonspolizei St.Gallen sicher Spuren eines Einbruches in einer Wohnung in Rorschach. (Bild: Urs Jaudas)

Beamte der Kantonspolizei St.Gallen sicher Spuren eines Einbruches in einer Wohnung in Rorschach. (Bild: Urs Jaudas)

Die St.Galler Polizei registrierte seit Beginn des Winters eine Welle von Einbrüchen, wie es sie seit Jahren nicht mehr gegeben hatte. Im November etwa wurden in einer Woche fast 100 Einbrüche verübt. Die Täter blieben den ganzen Winter hindurch aktiv.

Grosse Schäden
Gemäss einer Bilanz, welche die Kantonspolizei am Freitag präsentierte, liessen Einbrecher im Kanton St.Gallen in den letzten fünf Monaten Beute für rund vier Millionen Franken mitlaufen. Der Schaden durch aufgebrochene Fenster, Türen und dergleichen beträgt 1,5 Millionen Franken.

Einbrecher aus 21 Ländern
Unter den 71 Festgenommenen seien viele Kriminaltouristen, schreibt die Polizei. Von den Einbrechern sind 50 Ausländer und 21 Schweizer. Die ausländischen Delinquenten stammen aus 21 verschiedenen Ländern. Unter den 71 Festgenommenen sind drei Frauen. Weitere 100 Einbrecher sind flüchtig, der Polizei aber namentlich bekannt. Sie wurden durch Fingerabdrücke oder DNA-Spuren identifiziert. Diese 100 Täter sind zur Verhaftung ausgeschrieben, laut Polizei aber mehrheitlich im Ausland und daher schwer zu fassen.

Strafuntersuchungen im Gang
Mehrere grosse Strafuntersuchungen, vor allem von bandenmässigen Diebstählen, sind noch im Gang. Erfahrungsgemäss würden durch die Ermittlungen mehrere hundert Delikte geklärt, heisst es.

Die St.Galler Polizei hat laut ihrem Mediensprecher Hanspeter Krüsi erstmals eine solche Einbrecherbilanz aufgestellt. Die Zahlen liessen sich daher nicht vergleichen, sagte Krüsi zur Nachrichtenagentur sda. Die Anzahl Einbrüche sei aber sicher hoch. (sda)