Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

5164 Unterschriften für Poststellen

ST.GALLEN. Das Komitee «Unsere Post muss bleiben!» kämpft für den Erhalt der Poststellen Heiligkreuz, St. Fiden, St. Georgen und Riethüsli. Mit der gestern eingereichten Petition wird der Stadtrat aufgefordert, sich gegen die Pläne der Post zu wehren.
Lea Müller
Komitee auf dem Weg ins Rathaus: Daniel Bertoldo, Urs Schnelli, Martin Boesch, Helena Graf, Gisela Bertoldo und Dominik Dietrich (v.l.). (Bild: Lea Müller)

Komitee auf dem Weg ins Rathaus: Daniel Bertoldo, Urs Schnelli, Martin Boesch, Helena Graf, Gisela Bertoldo und Dominik Dietrich (v.l.). (Bild: Lea Müller)

Stadtschreiber Manfred Linke nahm gestern im Rathaus einen schweren Postsack entgegen. Das Komitee «Unsere Post muss bleiben!» überreichte ihm mit 5164 gesammelten Unterschriften einen beachtlichen Papierstapel. So beachtlich, wie schon seit über zehn Jahren nicht mehr. Mehr Unterschriften zählte eine Petition gemäss Linke letztmals im Jahre 2002, als sich 7000 Eissportfreunde um die Zukunft der Eisbahn Lerchenfeld sorgten.

«Unmut in der Bevölkerung»

Dass innerhalb von zwei Monaten über 5000 Unterschriften zusammengekommen seien, mache den grossen Unmut in der Bevölkerung deutlich, sagte Dominik Dietrich, Regionalsekretär der Gewerkschaft Syndicom und Präsident des städtischen Gewerkschaftsbundes, gestern vor den Medien. «Der Unmut richtet sich nicht nur gegen die Pläne der Post, sondern auch gegen den Stadtrat, der dafür grünes Licht gegeben hat.» Die Post hatte im vergangenen Februar bekanntgegeben, dass sie ihr Filialnetz in der Stadt St. Gallen aus wirtschaftlichen Gründen straffen will. Sie plant, die Filiale Heiligkreuz per Anfang Juli ersatzlos zu streichen. Ausserdem sollen die Poststellen St. Fiden, St. Georgen und Riethüsli in Agenturen umgewandelt werden.

Von Juso bis BDP

Das Komitee «Unsere Post muss bleiben!» besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaft Syndicom, des städtischen Gewerkschaftsbundes, der betroffenen Quartiervereine, des Vereins «Wohnliches St. Georgen», des Forums Heiligkreuzquartier sowie von SP, Juso, EVP und BDP. Mit der gestern eingereichten Petition wollen sie den Stadtrat dazu bewegen, sich bei der Post gegen die Straffung des Filialnetzes zu wehren. «Der Stadtrat könnte den Entscheid der Post auch auf Bundesebene anfechten», sagte Martin Boesch, SP-Stadtparlamentarier und Präsident des Quartiervereins St. Georgen.

Vorstoss im Parlament

Boesch hat kürzlich auch einen parlamentarischen Vorstoss eingereicht. In einer Interpellation kritisiert der Stadtparlamentarier das Verhalten des Stadtrates. Gemäss Postgesetz sei die Aufhebung von Poststellen nur mit dem Einverständnis der Standortgemeinde zulässig, schreibt er und fragt, ob der Stadtrat bereit sei, auf seinen Entscheid zurückzukommen und sich für einen Service public im bisherigen Ausmass einzusetzen.

Die Antwort des Stadtrats steht noch aus. Gemäss Stadtschreiber Manfred Linke soll die Interpellation voraussichtlich in der Juni-Sitzung behandelt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.