40 000 Produkte auf 1700 Quadratmetern

RORSCHACH. Über 50 Personen stehen seit gestern früh im Einsatz, um Regale und Vitrinen mit 30 Lastwagenladungen Food- und Nonfood-Produkten zu füllen. Layouter geben die Richtung vor und achten darauf, dass nichts am falschen Ort steht.

Rudolf Hirtl
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Filialleiter Hans Peter Wetter und 70 Helferinnen und Helfer arbeiten mit Hochdruck, um an der Eröffnung vom Donnerstag bereit zu sein. (Bild: Rudolf Hirtl)

Filialleiter Hans Peter Wetter und 70 Helferinnen und Helfer arbeiten mit Hochdruck, um an der Eröffnung vom Donnerstag bereit zu sein. (Bild: Rudolf Hirtl)

RORSCHACH. Die Fragen prasseln von allen Seiten auf Hans Peter Wetter ein. Egal aber, wie dringend das Anliegen auch scheint, der Filialleiter des neuen Migros-Ladens im Rorschacher Zentrum ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Obwohl es zu und her geht wie in einem Ameisenhaufen, erteilt er seine Anweisungen ruhig und mit einem steten Lächeln auf den Lippen.

Vom «Rheinpark» an den See

Während dreieinhalb Jahren war Wetter stellvertretender Geschäftsführer im «Rheinpark». Nun löst er mit der Eröffnung am Donnerstag Markus Baumann als Filialleiter ab. Dieser übernimmt dafür das Zepter in Goldach, und der dortige Leiter Egon Hinrich nimmt Wetters Stelle im «Rheinpark» ein. Vom Einkaufszentrum in St. Margrethen in die «kleine» Filiale in Rorschach; ein beruflicher Abstieg? «Nein, nein», sagt Wetter lachend, «wir dürfen, müssen aber nicht rochieren. Es ist sehr spannend, neue Geschäftsfelder kennenzulernen.»

Langweilig wird ihm auch am See nicht, denn der neue Laden ist mit 1700 Quadratmetern beinahe dreimal so gross wie die bisherige Filiale (760 m2). Vor allen der Nonfood-Bereich mit Kinder-Textilien, Spielwaren und Haushaltswaren ist markant grösser. Ehe sich die Kundschaft selbst ein Bild davon machen kann, sind 38 Angestellte, zwölf temporäre Mitarbeiter und Personen aus der Zentrale damit beschäftigt, 40 000 Artikel in den Regalen und Kühlvitrinen zu plazieren. Allerdings wird nicht nach eigenen Gutdünken einräumt. Sogenannte Layouter geben genau vor, wo und wie welche Produkte zu stehen haben. «Es ist wichtig, dass sich die Kundschaft rasch zurechtfindet, weshalb die Anordnung in allen Filialen möglichst identisch sein sollte», erklärt Olivier Altorfer.

Eingewöhnungsphase

Die Lage, ob Stadt oder Land, sowie die von der alten Filiale her bekannten Kundengewohnheiten müssten ebenfalls berücksichtigt werden. Der bisherige Laden ist seit gestern geschlossen, der neue öffnet übermorgen um 8 Uhr. Die dreitägige Übergangszeit ist laut Wetter wichtig für die Beschäftigten, damit sich diese bei der Eröffnung in der neue Umgebung auch ohne Stress zurechtfinden.