30 000 Liter pro Stunde

Seit der Ölpreis so hoch ist, boomen Heizsysteme mit erneuerbaren Energien. Unter diesen nimmt die geothermische Energie (Erdwärme) einen besonderen Stellenwert ein, denn sie steht jederzeit, unabhängig von Wind und Wetter zur Verfügung.

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Seit der Ölpreis so hoch ist, boomen Heizsysteme mit erneuerbaren Energien. Unter diesen nimmt die geothermische Energie (Erdwärme) einen besonderen Stellenwert ein, denn sie steht jederzeit, unabhängig von Wind und Wetter zur Verfügung. Bereits jetzt sei die Schweiz Weltmeister in der Nutzung der Erdwärme mittels Erdwärmesonden, schreibt das Bundesamt für Energie auf seiner Homepage.

Was bei der Meister Stahlbau AG in Wittenbach installiert wurde, ist eine Sole/Wasser-Wärmepumpe, bei der 30 000 Liter Sole (Flüssigkeit) pro Stunde aus 230 Metern Tiefe aus dem Boden geholt werden. Dabei nutzt man den sogenannten «Velopumpeneffekt»: Gase und Flüssigkeiten erwärmen sich, wenn sie komprimiert (verdichtet) werden. Der entstehende Temperaturunterschied kann zum Heizen verwendet werden. Bei einer guten Wärmepumpe gewinnt man mit wenig Antriebsenergie (Strom oder Erdgas) möglichst viel Umgebungswärme.

Auch die Stadt St. Gallen plant, ihre Energieversorgung auf Erdwärme umzustellen. Gossau und Gaiserwald wollen mitziehen. Derzeit wird der Bau eines regionalen Geothermie-Kraftwerks und eines grossen Fernwärmeverbunds geprüft (Tagblatt vom 11. 4. 08). (cor)

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