250 Hühner im fahrbaren Untersatz

In den Ostertagen haben Eier Hochsaison. Bei der Goldacher Familie Hürlimann sind neu nicht nur Eier im Umlauf, sondern auch der neue Hühnerstall selbst ist mobil – als erster im Kanton. Im solarbetriebenen Stall sollen bald täglich 250 Eier gelegt werden.

Joye Geisselhardt
Drucken
Teilen
250 Hühner finden im fahrbaren Hühnerstall der Familie Hürlimann Platz. (Bild: Joye Geisselhardt)

250 Hühner finden im fahrbaren Hühnerstall der Familie Hürlimann Platz. (Bild: Joye Geisselhardt)

GOLDACH. Seit knapp einer Woche steht an der Sulzstrasse in Goldach ein mobiler Hühnerstall. Er ist der erste seiner Art im Kanton St. Gallen und gehört zum Hof der Familie Hürlimann.

Mobiler Stall bringt Vorteile

Die Bauernfamilie besass vorher keine Hühner. Mit dem neuen Stall sind 125 weisse und 125 braune Hühner sowie fünf Hähne auf dem Hof eingezogen. Der fahrbare Hühnerstall habe einen grossen Vorteil gegenüber herkömmlichen Hühnerställen, sagt Silvia Hürlimann. «Dadurch, dass er verschoben werden kann, bekommen die Hühner immer wieder frisches Gras.» Zudem wird weniger Geruch verursacht und durch eine einfachere Reinigung werden Krankheiten vermindert. Der Stall funktioniert vollautomatisch und wird mit Solarzellen betrieben. Die Hühner befinden sich noch in der Eingewöhnungsphase, sollen zukünftig aber selbständig im Stall ein und aus gehen. Am Morgen geht die Klappe zu einer bestimmten Zeit automatisch auf, nach Sonnenuntergang schliesst sie sich wieder. Im geschlossenen Teil können die Hühner fressen, trinken und ihre Eier legen. «Einmal pro Woche wird der Stall fortan verschoben», sagt Silvia Hürlimann.

250 Eier pro Tag erwartet

Im Moment legen noch nicht alle Hühner Eier. Vor allem die weissen seien aber schon aktiv. In etwa fünf Wochen werde voraussichtlich die Legeleistung auf dem Höhepunkt sein, sagt Mathias Hürlimann. Dann werden bis zu 250 Eier pro Tag erwartet. Die vielen Eier werden zum Teil direkt ab dem Hof verkauft. Zu diesem Zweck hat das Paar einen «Eierautomaten» eingerichtet. Einen anderen Teil der Eier wird voraussichtlich die Landi in Goldach vertreiben.