21 Erwachsene holten an der Isme die Matura nach

21 Frauen und Männer haben an der Interstaatlichen Maturitätsschule für Erwachsene (Isme) die gymnasiale Matura nachgeholt. Sie haben in diesen Tagen an der Maturafeier im Pfalzkeller ihre Diplome erhalten.

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21 Frauen und Männer haben an der Interstaatlichen Maturitätsschule für Erwachsene (Isme) die gymnasiale Matura nachgeholt. Sie haben in diesen Tagen an der Maturafeier im Pfalzkeller ihre Diplome erhalten. Isme-Rektorin Barletta Haselbach-Cathomas ging in ihrer Maturarede darauf ein, weshalb jemand nach einer Berufslehre die Matura nachhole und dafür jeweils am Samstag zwei oder dreieinhalb Jahre Schule auf sich nehme, während ihre Freundinnen und Freunde oder ihre Angehörigen ausschliefen oder sich auf Drei Weiern tummelten.

Drei sind Mutter geworden

Im Erwachsenenalter könne man auch nicht abschätzen, welche Herausforderungen neben der Schule an einen herantreten können. Haselbach-Cathomas erwähnte, dass drei Frauen während der Zeit in der Isme ein Kind zur Welt brachten. Nicht immer sei deshalb die Lust und Freude am Lernen gleich gross gewesen, sicher seien die erwachsenen Schülerinnen und Schüler manchmal an ihre Grenzen gestossen, vermutlich habe der eine oder die andere auch einmal über das Aufgeben nachgedacht, sagte die Isme-Rektorin im Pfalzkeller. Doch jetzt, mit dem Erhalten des Diploms, sei ein Ziel erreicht, sagte sie.

Bildung beginnt mit Neugierde

Barletta Haselbach-Cathomas ging in ihrer Ansprache auch ein auf die Frage «Wie wäre es, gebildet zu sein?», auf die der Schweizer Philosoph und Schriftsteller Peter Bieri Antworten suchte. Bildung beginne mit Neugierde, sagte die Isme-Rektorin. Neugierde sei der unersättliche Wunsch, zu erfahren, was es in der Welt alles gebe. Ein gebildeter Mensch verfüge über eine Orientierung in der Welt. Er wolle wissen, was der Fall sei, und verstehen, warum etwas der Fall sei. Er könne sich eine grobe Landkarte des Wissbaren und Verstehbaren zurechtlegen, und er lerne, wie man über einzelne Gebiete mehr lernen könne. Ein untrügliches Kennzeichen von Bildung sei, dass ein Mensch Wissen nicht bloss als Ansammlung von Information, als vergnüglichen Zeitvertreib oder als gesellschaftliches Dekor betrachte, sondern als etwas, das innere Veränderung und Erweiterung bedeute und das Handeln verändern könne. (pd/dwi)

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