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21 Einsprachen gegen Sanierung

Die Stadtautobahn A1 soll samt Anschlüssen zwischen Winkeln und Neudorf saniert werden. Gegen das Projekt sind 21 Einsprachen eingegangen. Der Baustart Mitte 2020 bleibt weiter möglich.
Christoph Renn
Die Stadtautobahn soll seit ihrer Inbetriebnahme 1987 erstmals umfassend saniert werden. (Bild: Ralph Ribi)

Die Stadtautobahn soll seit ihrer Inbetriebnahme 1987 erstmals umfassend saniert werden. (Bild: Ralph Ribi)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Für 360 Millionen Franken will das Bundesamt für Strassen (Astra) die Stadtautobahn sanieren. Dies frühestens ab Mitte 2020. Gebaut wird auf der rund zehn Kilometer langen Strecke ­zwischen Winkeln und Neudorf. Momentan läuft das Einspracheverfahren.

Insgesamt sind 21 Einsprachen gegen das Projekt «Instandsetzung Stadtautobahn» beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) eingegangen. Angesichts dessen, dass die Baustelle durch dicht besiedeltes Gebiet und intensiv bewirtschaftete Landwirtschaftszone führt, ist das eine relativ kleine Zahl. Auch wenn man in Betracht zieht, dass für Bauinstallationen und -zufahrten 120000 Quadratmeter Land benötigt werden. 5300 Quadratmeter zusätzliches Land braucht die Autobahn ständig, weil die Aufbereitung ihres Abwassers modernisiert und damit auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden soll.

Strecke bis voraussichtlich 2024 umfassend sanieren

Mit Einsprachen hat Gesamtprojektleiter Markus Weber von der Astra-Filiale Winterthur gerechnet. «Bei der Grösse des Projektes ist es normal, dass es nicht ohne geht.» Deshalb erfolgte die öffentliche Auflage bereits drei Jahre vor dem geplanten Bau­beginn. So bleibt Zeit zur Bereinigung der Einsprachen (Tagblatt vom 16. August). Wie lange es dauert, die 21 Eingaben zu bereinigen, kann Markus Weber nicht sagen: «Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, die Dauer der Einspracheverfahren abzuschätzen.» Doch bleibt er optimistisch: «Der ins Auge gefasste Baubeginn ist immer noch möglich.» Das Sanierungsprojekt sieht den Baustart ab Mitte 2020 vor. Der zehn Kilometer lange Abschnitt soll bis voraussichtlich 2024 erneuert sein. Seit der Eröffnung der Stadtautobahn im Jahr 1987 ist das die erste umfassende Sanierung. Vorarbeiten sollen bereits 2018 beginnen. Eine Vorausmassnahme, die aus Sicherheitsgründen schon realisiert wurde, war die Sanierung der östlichen Auffahrt zum Sitterviadukt im vergangenen Jahr. Kleinere Baustellen wird es auf der Stadtautobahn auch in den nächsten Jahren geben. «Wir müssen Strasse und Kunstbauten ständig unterhalten», begründet Weber. So werden in näherer Zukunft beispielsweise die Halterungen der Lüftungsanlagen in den Tunnels ausgewechselt, da die Schrauben gerostet sind. Wogegen Einspruch eingelegt wurde, kann Markus Weber nicht sagen. Auch das Uvek gibt dazu keine Auskunft, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle. Somit bleibt offen, ob sich die Einsprachen gegen Grundsätzliches oder Detailfragen richten.

Engpässe werden erst später beseitigt

Mit dem Sanierungsprojekt soll die Stadtautobahn vollständig ­erneuert werden. So wird unter ­anderem der gesamte Deckbelag ausgewechselt. Zusätzlich müssen die vier Tunnels gründlich saniert und die Lärmschutzwände erneuert werden.

Die Gesamtsanierung darf jedoch nicht mit der Engpassbeseitigung verwechselt werden. Diese sieht eine dritte Tunnelröhre durch den Rosenberg und einen neuen Zubringertunnel via Güterbahnhof in die Liebegg vor. Die Realisierung dieses Vor­habens, das gegen 1,5 Milliarden Franken kosten könnte, liegt noch in weiter Ferne. Es soll zwischen 2030 und 2040 realisiert werden.

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