2003 bleibt Rekord-Badesommer

Die hohen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden lassen die Kassen der Badis klingeln. Im Schwimmbad Arbon sind bereits über 100 000 Eintritte bezahlt worden. Doch die Rekorde aus dem Jahr 2003 werden wohl nicht geknackt.

Sebastian Schneider
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Schwimmen, tauchen – oder rutschen: In der Badi gibt es viel zu erleben und die willkommene Abkühlung an heissen Sommertagen. (Bild: Reto Martin)

Schwimmen, tauchen – oder rutschen: In der Badi gibt es viel zu erleben und die willkommene Abkühlung an heissen Sommertagen. (Bild: Reto Martin)

Der Sommer 2015 wird sich als heisser, schöner Sommer ins kollektive Gedächtnis einbrennen. Im Vergleich zu den Sommern zwischen 1981 und 2010 waren die vergangenen Monate etwa um 3,5 Grad wärmer. Die hohen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden erwärmen auch die Herzen der Mitarbeiter der Badis in der Region. «Superschön», heisst es etwa. Oder: «Wir sind sehr zufrieden.»

Arbon knackt Rekord

«Für mich war 2015 der schönste Sommer als Bademeister», sagt Daniel Schönenberger, der seit sechs Jahren im Schwimmbad Arbon arbeitet. Die Badi verzeichnet sogar einen Rekord: «Am 5. Juli haben wir mit rund 5000 Besuchern den bis jetzt höchsten Tageswert erreicht.» Zur Besucherzahl über die ganze Saison kann Schönenberger noch nicht viel Konkretes sagen. «Wir werten die Zahlen erst im September nach Saisonschluss aus», sagt er. Doch für einen Spitzenwert reicht es in diesem Jahr alleweil: «Pro Saison baden bei uns 70 000 bis 100 000 Gäste. Die 100 000er-Marke haben wir bereits überschritten, und geöffnet haben wir noch bis Mitte September.»

Ob der Rekord an Badegästen aus dem Jahr 2003 übertroffen wird, bezweifelt der Bademeister indes.

Ruhiger Sommer in Wittenbach

Schönenberger spricht auch von einem «ruhigen» Sommer. Trotz des Ansturms auf die Badeanstalt sei es kaum zu Zwischenfällen gekommen. Gleich erging es André Metzner, Bademeister des Schwimmbads Sonnenrain in Wittenbach. «Abgesehen von Schürfwunden und Wespenstichen gab es keine Zwischenfälle.» Verletzungen oder Diebstähle seien kein Thema gewesen. Auch in der etwas kleineren Wittenbacher Badi verzeichnete man Spitzenwerte. «An den schönsten Tagen kamen bis zu 2000 Gäste», sagt Metzner. Wobei die unter Sechsjährigen nicht einmal mitgerechnet werden. Der «superschöne» Sommer habe vor allem vor und während der Sommerferien zahlreiche Gäste ins manchmal nicht mehr so kühle Nass gelockt.

Von Rekord will aber auch Metzner nicht sprechen, da der Sommer 2003 ja noch heisser war. Auch in Wittenbach werden die Zahlen erst nach Saisonende Mitte September ausgewertet.

Der zweitbeste Sommer

Roman Niedermann arbeitet seit 16 Jahren im Strandbad Rorschach. Auch er spricht von einer «super» Saison. Er ist sich aber auch ziemlich sicher, dass in diesem Jahr der Rekord von 2003 nicht geknackt wird. Das Strandbad Rorschach ist noch zwei Wochen geöffnet. Danach werde Bilanz gezogen und die Saison, die auch in Rorschach problemlos verlief, ausgewertet.

Im Mai fehlten in Gossau Gäste

Auch die Betreiber des Freibads in Gossau sind mit der noch bis zum 6. September laufenden Saison zufrieden: «Im vergangenen Juli kamen ebenso viele Gäste wie in der ganzen Saison 2014», sagt Urs Salzmann, Pressesprecher der Stadt Gossau. Und am Spitzentag seien 2842 Eintritte verkauft worden. Für einen Rekord werde es dennoch nicht reichen. Salzmann sieht den Grund dafür im Vorsommer: «Der Mai und der Juni waren ja nicht sonderlich warm.» Und genau dies war im Rekordsommer 2003 anders.