20 Jahre Kino und Popcorn

Auf der Leinwand des Cevi-Kinos im evangelischen Kirchgemeindezentrum in Rorschach laufen ab heute nachmittag wieder Filme. Bereits seit 20 Jahren wird das Kino von dem Verein betrieben. Begonnen hatte alles auf der Kirchentreppe.

Stephanie Sonderegger
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Die Türen des Cevi-Kinos in Rorschach sind ab heute wieder geöffnet. Fünf verschiede Filme werden in den kommenden Tagen gezeigt. (Bild: Stephanie Sonderegger)

Die Türen des Cevi-Kinos in Rorschach sind ab heute wieder geöffnet. Fünf verschiede Filme werden in den kommenden Tagen gezeigt. (Bild: Stephanie Sonderegger)

RORSCHACH. Die Plakate hängen, die Sitzplätze sind hergerichtet und die Bar steht: Das Cevi-Kino ist bereit für seine Besucher. Die werden wohl auch in diesem Jahr nicht fernbleiben, denn das Cevi-Kino feiert Jubiläum. Seit rund 20 Jahren wird die Leinwand in Rorschach mit unterschiedlichen Filmen bespielt.

«Filme mit Hintergrund, die auch Diskussionen anregen», betont Jugendarbeiter Peter Bruderer. Er ist seit Beginn an dabei, und betreibt das Cevi-Kino auch in diesem Jahr mit einem Team bestehend aus zwölf freiwilligen Helferinnen und Helfern. Fünf Filme wurden für die nächsten Tage ausgewählt, «Honig im Kopf» sei dabei sehr schnell festgestanden. Aber auch Kinderfilme werden vorgeführt, sowie zwei Filme für Erwachsene: «Samba» und «Still Alice». Letzterer wird am Sonntag beim Kinoabend für Frauen gezeigt.

Vom Projektor zum Video

An die Anfänge im Jahr 1993 kann sich Peter Bruderer noch gut erinnern: «Wir hatten damals ein Blachenzelt auf der Kirchentreppe aufgebaut. Die diente als Tribüne für die Besucher.» Drei Kurzfilme wurden dort gezeigt. Projiziert wurden diese damals mit einem 16-Millimeter-Projektor. Zwei Jahre später zog die Cevi-Jungschar um in das neu gebaute evangelische Kirchgemeindezentrum. Mit einem richtigen Dach über dem Kopf zeigten sie dort sowohl Kurz- als auch die ersten Spielfilme. Bereits ein Jahr später wurden die ersten Filme von der Videokassette abgespielt.

Steigende Besucherzahlen

Die Anzahl der Besucher stieg rapide an, als sich der Verein 1998 entschied, auf einem professionelleren Niveau Filme vorzuführen. Der Kauf eines 35-Millimeter-Projektors brachte schliesslich das typische Kinoambiente in das Kirchgemeindezentrum. Bis 2012 war der Projektor im Einsatz und mit ihm Hermann Bruderer, Operateur und Vater des heutigen Betreibers Peter Bruderer. «Seit 2013 haben wir auf eine digitale Projektionstechnik umgestellt», erzählt Peter Bruderer. Mit dieser ist er mehr als zufrieden: «Die Qualität ist sehr gut.»

Nicht nur die Rückmeldungen der Kinobesucher fallen seitdem positiv aus, auch die Zahl der Kinobesucher steigt jährlich. 2013 waren es insgesamt 1473 Besucher, im vergangenen Jahr zählte das Cevi-Kino bereits über 3200 Filmbegeisterte. Familien sind darunter besonders zahlreich vertreten. Bei einem Preis von 25 Franken für eine vierköpfige Familie ist das nicht weiter erstaunlich. Aber auch für Erwachsene mit zehn Franken und Kinder mit acht Franken sind die Preise attraktiv gestaltet. Zudem beinhaltet jeder Kinoeintritt sowohl ein Getränk als auch eine Portion Popcorn.

Ausstellung zur Geschichte

Um die Kinobesucher am 20jährigen Bestehen des Cevi-Kinos teilhaben zu lassen, hat sich der Verein etwas Besonderes überlegt: So erhält jeder Besucher an allen vier Tagen jeweils eine Kleinigkeit als Geschenk. Zudem ist im evangelischen Kirchgemeindezentrum eine Ausstellung der Cevi-Kino-Geschichte zu sehen. Sie zeigt unter anderem die über die Jahre verwendeten Projektoren des Vereins. Zum Verweilen sowohl vor als auch nach den Filmen lädt ausserdem eine Bar im Eingangsbereich.

Wer im Mai keine Zeit findet für einen Filmabend im Cevi-Kino, der kann sich den August vormerken. Dann wird die Leinwand am Open-Air-Kino im Strandbad in Rorschach bespielt. Ob es ein weiteres Open-Air-Kino in Wilen Wartegg gebe, sei bisher noch unklar, sagt Peter Bruderer. Der Rorschacher Jugendarbeiter freut sich auf die kommenden Kinotage im Kirchgemeindezentrum und weiss bereits, welchen Film er sich ansehen will: «<Samba>, der interessiert mich!»

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