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2. LIGA INTERREGIONAL: Ein Verein, eine Leidenschaft

Der FC Winkeln verliert im dritten Heimspiel zum ersten Mal. Nach der 1:3-Niederlage gegen Dübendorf liegt Winkeln auf dem zweitletzten Rang. Captain Marc Grünenfelder weiss, was zu tun ist: Kämpfen!
Beni Bruggmann
Winkelns Captain Marc Grünenfelder gibt gegen Dübendorf immer wieder spielerische Impulse. (Bild: Ralph Ribi)

Winkelns Captain Marc Grünenfelder gibt gegen Dübendorf immer wieder spielerische Impulse. (Bild: Ralph Ribi)

Beni Bruggmann

sport@tagblatt.ch

Es ist Samstag, 16.27 Uhr. Im Reitstadion Gründenmoos schreiten die beiden Mannschaften, der FC Winkeln und die Gegner aus Dübendorf, auf den Platz, an der Spitze die Captains. Der Speaker hat soeben die Auf­stellung durchgegeben. An der Theke vor der Tribüne gibt eine freundliche Frau das obligate Bier heraus. Sie heisst Eveline Grünenfelder und betreut auch das Vereinssekretariat. Am Mikrofon ist ihr Mann Urs, der über dies ­hinaus Sportchef ist. Der Captain, das ist ihr Sohn Marc. Ein Heimspiel des FC Winkeln ohne Grünenfelders – unvorstellbar.

Marc, der 25-jährige Mittelfeldspieler mit der Nummer zehn, trägt im Spiel Sorge zum Ball und versucht immer wieder, die beiden Sturmspitzen einzusetzen. Seine Impulse genügen diesmal aber nicht. In der 26. Minute ist er einem Treffer nahe. Geschickt lenkt er eine Hereingabe aufs Tor, doch der Reflex des Torhüters verhindert den Ausgleich. Auf der anderen Seite haben die Defensivspieler mit dem quirligen Daniel Angliker zu viel Mühe: Er trifft dreimal.

Mittendrin im Abstiegskampf

Weil Roger Kobler anfangs der zweiten Halbzeit nach guter ­Vorarbeit von Noah Eberle doch noch zum 1:1-Ausgleich trifft, darf Winkeln lange auf einen Punkt hoffen. Zehn Minuten vor Schluss fällt aber das 1:2, und ab diesem Zeitpunkt vermisst man das, was der FC Winkeln auf seiner Internetseite als Motto angibt: «Ein Verein, eine Leidenschaft». Das Team gibt sich auf – zu früh. Deshalb sagt Marc Grünenfelder nach dem Spiel: «Jetzt sind wir in der Rangliste hinten, ab jetzt heisst es kämpfen.» Das dritte Heimspiel, das mit der ersten Heimniederlage endet, analy­siert Grünenfelder so: «Wir sind schlecht gestartet, haben uns aber Mitte der ersten Halbzeit aufgefangen. Dübendorf war uns athletisch überlegen.»

Die Fussballleidenschaft gehört zu Grünenfelders. Schon mit vier Jahren kickt der kleine Marc bei den Jüngsten des Vereins, wo sein Vater Trainer ist. Heute wohnt die Familie in Engelburg, aber ihrem FC Winkeln haben alle die Treue gehalten. Marc versucht sich allerdings für drei Jahre bei den Besten der Ostschweiz. Er spielt bis zur U16 beim FC St. Gallen, kehrt dann aber zu Winkeln zurück.

Beruf und Fussball, das funktioniert

Dort kann er seinen Lieblingssport ausüben und die Ausbildung abschliessen. Nach dem KV und der Berufsmatura studiert er an der Fachhochschule St. Gallen und schliesst mit dem Bachelor ab. Marketing und Kommunikation sind seine Spezialgebiete. Zurzeit arbeitet er bei der Raiffeisenbank in Engelburg und ist bereits Mitglied der Bankleitung. Am Mittwochnachmittag macht er jeweils früher Feierabend. Er fährt ins Gründenmoos. Dort trainiert er die Kleinsten, wie es einst sein Vater getan hat. «Es macht mir Freude, zu sehen, wie die Jungen spielen.» Auch neben dem Platz dreht sich bei Grünenfelders vieles um Fussball.

Vater und Sohn Grünenfelder nehmen zusammen mit 14 Kolleginnen und Kollegen als Engelburger Tipper am SRF-Super-League-Tippspiel teil. Derzeit belegt Marc mit 173 von 180 möglichen Punkten den ausgezeichneten siebten Rang. Wie gut ist der Tipper in eigener Sache? «Wir gewinnen gegen Dübendorf mit 2:0», sagte er. Dafür hätte es eine bessere Leistung gebraucht.

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