18,6 Millionen Kubikmeter Abwasser

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Abwasser Die beiden Abwasserreinigungsanlagen (ARA) der Stadt, Au und Hofen, haben die gesetzlichen Anforderungen an die Reinigungsleistung sowie die Einleitung in die Gewässer mit wenigen Ausnahmen erfüllt, wie es im Geschäftsbericht 2016 von Entsorgung St. Gallen heisst. Mit dem revidierten Gewässerschutzgesetz (GSchG), das Anfang 2016 in Kraft trat, erhält die Elimination von Mikroverunreinigungen bei der Abwasserbehandlung eine zentrale Bedeutung. Auch Entsorgung St. Gallen wird innerhalb der vorgegebenen Fristen eine weitere Reinigungsstufe auf ihren Anlagen implementieren müssen.

Bei der ARA Au kam es bei Regenwetter zu einer ungenügenden Reinigungsleistung, was den Abbau von biochemischem Sauerstoff angeht. Die ARA Hofen konnte bei allen Parametern, bis auf die Nitrit-Abflusskonzentration, die Anforderungen der Gewässerschutzverordnung erfüllen. Es kam gemäss Statistik an zu vielen Tagen zu Überschreitungen des Grenzwertes; im Jahresdurchschnitt konnte der GSchV-Grenzwert indessen eingehalten werden. Die beiden ARA reinigten im vergangenen Jahr rund 18,6 Millionen Kubikmeter Abwasser, dabei wurden circa 62 Tonnen Phosphor und ungefähr 1880 Tonnen Kohlenstoff abgebaut sowie 490 Tonnen Stickstoff aus organischen Stickstoffverbindungen in ungefährliches Nitrat umgewandelt.

Wasserqualität in der Steinachmündung besser

Seit 2015 wird das gereinigte Abwasser von der ARA Hofen in einer Druckleitung zur ARA Morgental in Steinach und von dort in den Bodensee geleitet. Zuvor wurde das Abwasser der ARA Hofen in die Steinach geleitet, was den Bach und den See bei dessen Mündung so stark belastete, dass zeitweise vom Baden im Bach und in der Mündung abgeraten wurde. Im vergangenen Jahr hat sich die Wasserqualität in der Steinach und in der Arboner Bucht des Bodensees verbessert, wie dem Geschäftsbericht 2016 von Entsorgung St. Gallen zu entnehmen ist. Detaillierte Ausführungen und eine Erfolgskontrolle werden im laufenden Jahr veröffentlicht. (dwi)

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