150 Knirpse und Alain als guter Kollege

Die Kombination ist reizvoll. Hier die Kinder des McDonald's Fussball-Camps, dort der ehemalige Profi Alain Sutter, der dank Fernsehpräsenz bei den Länderspielen seinen «Starstatus» über die Karriere hinaus wahren konnte.

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Alain Sutter, Vorbild aus der Aktion heraus. (Bild: Urs Jaudas)

Alain Sutter, Vorbild aus der Aktion heraus. (Bild: Urs Jaudas)

Die Kombination ist reizvoll. Hier die Kinder des McDonald's Fussball-Camps, dort der ehemalige Profi Alain Sutter, der dank Fernsehpräsenz bei den Länderspielen seinen «Starstatus» über die Karriere hinaus wahren konnte. Die Vermengung ist verblüffend: In einer Ecke des Reiterstadions Gründenmoos wirkt Alain Sutter wie einer von ihnen, wie ein guter Kumpel der Kinder. Er ist mitten in der Gruppe, unterstützt stets das Team, das gerade am Ball ist. Er spornt an und zeigt so auch beiläufig, wie sich ein Fussballer richtig bewegt.

Ein Vorbild aus der Aktion heraus.

Sutter: «Freude vorleben»

Für Alain Sutter gibt es nicht so viel zu analysieren wie jeweils nach den schwankenden Leistungen des Nationalteams. «Man muss den Kindern in diesem Alter einfach Freude vorleben», sagt er, «darin besteht der Anreiz, hier als Pate mitzumachen.» Eltern empfiehlt er, im selben Sinn und Geist auf ihren Nachwuchs einzuwirken.

«Ehrgeiz ist in diesem Alter fehl am Platz», sagt Sutter, der mit fünf Jahren beim FC Bümpliz das Ball-Abc noch vor dem Schul-Abc einverleibt bekam.

Hamburger nur als Gutschein

150 Kinder erschienen zum siebten Fussball-Camp für 6- bis 13-Jährige im Gründenmoos. Ausgebucht. «St. Gallen hat immer Topbeteiligung», sagt Roland Leemann, der für Sportevents landesweit 22 solcher Anlässe organisiert. «McDonald's gibt bei 13 den Namen», fügt er bei. McDonald's – ist das die ideale Partnerschaft für einen Jugendanlass? Leemann beschwichtigt.

An den Mittagessen seien nie Hamburger serviert worden, sondern feine Kost aus der Küche des Hotels Säntispark. Hörnli, Poulet-Geschnetzeltes, Makkaroni. Unmenschen sind die Organisatoren trotzdem nicht: Einen Mc-Gutschein haben die Kinder doch noch erhalten, zusammen mit vielen nützlichen Utensilien wie Leibchen, Hosen, Stulpen oder einen von Alain Sutter signierten Ball.

Erfahrung als Referenz

Bis von Ebnat-Kappel her erscheinen sie diese Woche täglich im Gründenmoos. Das Camp kostet pro Kind 239 Franken. Eine Mutter aus St. Georgen hat ihren Henry bereits zum viertenmal angemeldet: «Es wird mit dem abwechslungsreichen Training und dem Essen einiges geboten. Und es sind immer die gleichen OK-Leute. Man weiss, was einen erwartet, und die Kinder kennen sich auch schon.»

Yannick aus Mörschwil hat am besten der Technikparcours gefallen, mit 1-gegen-1-Situationen, Kopfball- und Schusstraining. Andrej, Niklas, Gino und Alexandra «outen» sich ebenfalls als enthusiastische Teilnehmer. Nicht nur Alain Sutter gefällt ihnen, sondern auch die vielen andern Trainer, die sich aus der U21- und U18-Mannschaft des FC St. Gallen rekrutieren. «Cicek spielt inzwischen schon in der 1. Mannschaft», stellt Henry bewundernd fest. Fredi Kurth

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