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150 Jahre lang war das Dach dicht

Zum erstenmal seit dem Bau vor 150 Jahren muss das Dach des Kirchturms St. Laurenzen saniert werden. Allerdings starteten die Bauarbeiten später als erwünscht: Das Gerüst hielt der Kontrolle der Suva nicht stand.
Elisabeth Reisp
Das Turmdach von St. Laurenzen wird saniert. (Bild: Leserbild: Klaus Stadler)

Das Turmdach von St. Laurenzen wird saniert. (Bild: Leserbild: Klaus Stadler)

Die Kupferschindeln sind über die Jahre dünner geworden, die Nägel sind gar durchgerostet. Weil sich die Schindeln vom Dach zu lösen beginnen und die eine oder andere Kupferschindel sogar schon hinuntergefallen ist, wurde eine Sanierung des Turmdaches von St. Laurenzen unumgänglich. Bereits vor etwa drei Wochen hätten die Bauarbeiten beginnen sollen. Diese verzögerten sich aber um zwei Wochen, da die Suva am Baugerüst noch Mängel beanstandete.

Fassade wurde einmal saniert

Bis im September wird das Dach des Kirchturms nun saniert. Seit dem Bau vor 150 Jahren habe es nie erneuert werden müssen, sagt Christian Kind, Präsident der Kirchenvorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St. Gallen Centrum. In den 1970er-Jahren sei die Sandsteinfassade einmal aufgefrischt worden, das Dach sei aber unangetastet geblieben.

Noch einmal 50 Jahre

Die Kupferschindeln seien zwar dünner geworden, sagt Kind. «Ein Fachmann hat uns aber versichert, dass sie noch weitere 50 Jahre halten werden.» Auch habe die Denkmalpflege auf den bisherigen Schindeln beharrt. «Jetzt werden sie auf der Rückseite verstärkt und wieder gerade gebogen.»

Wie sich das Gebälk des Turmdachs präsentiert, wird sich erst noch zeigen. «Von innen hat es gut ausgesehen. Aber da an einzelnen Stellen der Regen eindrang, könnte das Holz Schaden genommen haben», sagt Kind. Des weiteren erhalten die Schallläden des Turms einen neuen Farbanstrich.

Die Kosten belaufen sich gemäss Christian Kind auf etwas über 400 000 Franken. Einen Teil der Kosten übernimmt die Denkmalpflege.

Zeitkugel wird geöffnet

Im Zuge der Sanierung wird auch zum erstenmal nach 150 Jahren die Kugel auf der Turmspitze wieder geöffnet. Sie wurde dazumal als Zeit- oder Erinnerungskugel gebaut und mit verschiedenen Dingen aus dem Alltag gefüllt. Welche das sind, wird sich am Dienstagvormittag, 10 Uhr, bei der offiziellen Öffnung der Kugel zeigen.

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