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150 Flaschen Urin-Dünger verkauft

Das Forschungsinstitut Eawag hat an der Olma gezeigt, wie man aus Urin Dünger herstellt. 75 Liter Dünger wurden verkauft – und 1000 Liter Urin wieder mitgenommen.
Luca Ghiselli
Bastian Etter (rechts) hat in einem Container an der Olma den Besuchern gezeigt, wie aus Urin Dünger entsteht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bastian Etter (rechts) hat in einem Container an der Olma den Besuchern gezeigt, wie aus Urin Dünger entsteht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bereits an der Olma 2015 hat das Forschungsinstitut Eawag zusammen mit der Genossenschaft Unterer Brühl den Urin der Festzelt-Besucher gesammelt. 2000 Liter waren so zusammengekommen, die in der Folge zu Dünger verarbeitet wurden. Den Herstellungsprozess zeigte das Institut dieses Jahr auf dem Messegelände in einem Container. Wer wollte, konnte sich «Aurin» – so heisst der Dünger – auch gleich anschaffen. «Wir haben rund 150 Flaschen à 0,5 Liter verkauft», sagt Projektkoordinator Bastian Etter. Mit diesem Ergebnis ist er zufrieden.

Die Besucher neugierig machen

Trotzdem sieht Bastian Etter noch Verbesserungspotenzial. «Wir haben schon nach den ersten Messe-Tagen dazugelernt», sagt er. Bei ihrem Produkt handle es sich um etwas Neues, das mehr «Aufklärungsarbeit» verlange. So hätte man zum Beispiel ein Plakat vor dem Container aufgestellt. «Kein Seich» war darauf zu lesen. «Das hat die Messe-Besucher neugierig gemacht.» Einige seien sogar eigens wegen des ungewöhnlichen Düngers an die Olma gekommen. «Das hat mich besonders gefreut», sagt Etter. Beim Dünger handle es sich aber um ein wertvolles Nebenprodukt des Projekts, hält Etter fest. «Die effiziente Aufarbeitung von Abwasser ist für uns zentral.»

Transport war eine Herausforderung

Nun steht die Anlage bereits wieder am Hauptstandort der Eawag in Dübendorf. Der Transport sei herausfordernd. «Wir mussten uns beeilen, weil sonst die Bakterien in der Flüssigkeit absterben und der Verarbeitungsprozess so gestört worden wäre.» Bald wird bei der Eawag auch der Urin verarbeitet, der an der diesjährigen Olma gesammelt wurde. «Rund 1000 Liter Urin haben wir von St. Gallen wieder mitgenommen», sagt Etter. Ob «Aurin» bald weitere Messe-Auftritte haben wird, steht noch nicht fest. Anfragen liegen aber bereits auf dem Tisch.

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