130 neue Wohnungen am Bach

GOSSAU. Hoegger und Tipper Tie sind nun endgültig Geschichte. Auf der 23 000 Quadratmeter grossen Fläche im Zentrum von Gossau entsteht ein neues Wohnquartier. Die Einsprachen sind bereinigt, die Baubewilligung ist da.

Marion Loher
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So soll es in drei Jahren auf dem ehemaligen Tipper-Tie-Areal aussehen: Blick vom Dorfbach Richtung Nordosten. (Bild: Visualisierung: Daniel Cavelti Architektur AG)

So soll es in drei Jahren auf dem ehemaligen Tipper-Tie-Areal aussehen: Blick vom Dorfbach Richtung Nordosten. (Bild: Visualisierung: Daniel Cavelti Architektur AG)

Der Termin für den Spatenstich steht: Am 25. Oktober, in 13 Tagen also, werden auf dem ehemaligen Tipper-Tie-Areal im Herzen von Gossau die Bagger auffahren. Es ist der Beginn eines neuen Kapitels des 23 000 Quadratmeter grossen Grundstücks zwischen Ring- und Flawilerstrasse. Dort, wo früher die Fabrikgebäude der Hoegger und später jene der Tipper Tie standen, werden demnächst Häuser mit Wohnungen und Gewerberäumen ihren Platz haben. «Zentrumsüberbauung neuRing» heisst das Projekt, das Implenia und Helvetia, die neuen Besitzer des Grundstücks, hier realisieren.

Zuversichtlicher Projektleiter

Genau ein Jahr nachdem die Baupläne der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurden, ist bei der Bauherrschaft die Baubewilligung eingetroffen. Den Projektverantwortlichen der Implenia AG, Arthur Stolz, freut's. Vor allem auch, weil er es war, der an der Veranstaltung im Oktober 2012 sagte: «Verläuft alles nach Plan, möchten wir im Herbst 2013 mit der ersten Etappe beginnen.» Und das kann das Unternehmen nun.

Alle Einsprachen bereinigt

Doch bis es soweit war, mussten noch einige Hürden genommen werden. Denn so ganz reibungslos verlief das vergangene Jahr nicht. Vier verschiedene Pläne, zwei Schutzverordnungen und ein Projekt mussten öffentlich aufgelegt werden. Es gab mehrere Einsprachen gegen die Planung und das Baugesuch, keine jedoch gegen den Teilzonenplan. Dieser wurde im vergangenen Frühling vom Gossauer Stadtparlament erlassen. Die Einsprachen wurden bereinigt, wobei ein Einsprecher beim kantonalen Baudepartement rekurrierte. Dieser Rekurs wurde mittlerweile zurückgezogen. «Wir konnten uns mit dem Einsprecher einigen», sagt Arthur Stolz.

Wohnen, arbeiten, erholen

So werden auf dem Grundstück in den nächsten drei Jahren acht Häuser mit Gewerberäumen und bis zu 130 Wohnungen sowie eine Tiefgarage entstehen. Entlang der Ringstrasse gibt es drei grosse Längsbauten, die im Erdgeschoss Platz für Büros und Dienstleistungsbetriebe bieten und in den Obergeschossen für Wohnungen. 83 Mietobjekte in der Grösse von Zweieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen werden es sein. Südlich der Längsbauten entstehen fünf sogenannte Punkthäuser, die alle einzeln, nahe des Dorfbachs, ihren Standort haben. Alle diese Wohnungen – elf pro Haus – sind ausschliesslich zum Kauf gedacht. Der Bereich zwischen den Bauten an der Ringstrasse und jenen am Dorfbach wird zu einer Art Innenhof, dessen Wegnetz die einzelnen Häuser erschliesst. Dieser Hof wird mit Bäumen, Wiesen und einem Spielplatz gestaltet und soll zu einer Begegnungszone werden. Erholung dürfte auch der Raum zwischen den Punkthäusern und dem renaturierten Dorfbach bieten. In diesen Grünbereich ist der öffentliche Fussweg integriert.

Bezugsbereit im Sommer 2015

Gebaut wird gemäss Projektleiter Arthur Stolz in zwei Etappen, und zwar von Ost nach West. Das heisst, zunächst entstehen zwei der drei Längsbauten an der Ringstrasse sowie zwei der dahinterliegenden Punkthäuser. Sind diese im Rohbau fertiggestellt, wird mit der zweiten Etappe begonnen. Diese dauert bis Frühling 2015. Die ersten Wohnungen dürften Mitte 2015 bezugsbereit sein.

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