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1170 neue Kantischüler im Kanton St. Gallen

Schulstart Die sechs st. gallischen Mittelschulen – die Kantonsschulen am Burggraben und am Brühl St. Gallen, Heerbrugg, Sargans, Wattwil und Wil – erwarten zum Schulstart erneut 4400 Schülerinnen und Schüler. 1170 davon sind Neueintritte. Damit liegt die Zahl der Neueintritte im Rahmen der Vorjahreszahlen, als 1236 Schüler ihre Mittelschulkarriere starteten, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Die 1170 Neuen verteilen sich auf 52 Klassen. Die relativ hohe Zahl von 22,5 Schüler pro Klasse wurde dadurch erreicht, dass 90 Schüler an andere Schulorte oder in andere Schwerpunktfächer umgeteilt wurden. Durch diese Massnahme des Bildungsdepartementes lassen sich laut Mitteilung auch dieses Jahr sechs Klassen oder zehn Millionen Franken über die vierjährige Ausbildungsdauer einsparen. Eine zusätzliche Klasse an einer Mittelschule würde Kosten von jährlich 480000 Franken verursachen. Da nach der Probezeit wieder Abgänge zu verzeichnen seien, pendelten sich die Klassenbestände während des ersten Schuljahres auf tieferem Niveau ein.

Gymnasium bleibt klar populärste Richtung

Neu besteht eine Informatikmittelschule: In diesem Lehrgang streben 32 Schüler an den Kantonsschulen am Brühl St. Gallen und Sargans einen Abschluss als Informatiker mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und eine kaufmännische Berufsmaturität an. Ein vergleichbares neues Angebot mit technischer Berufsmaturität bietet die Berufsfachschule in Rapperswil an.

Daneben werden weiterhin die Lehrgänge Gymnasium, Fach- und Wirtschaftsmittelschule geführt. Das Gymnasium ist nach wie vor der mit Abstand am häufigsten gewählte Lehrgang. 904 der 1170 neuen Schülerinnen und Schüler (77 Prozent) treten in eine der 40 neuen Gymnasialklassen ein. Fast ein Drittel davon strebt eine zweisprachige Maturität Deutsch-Englisch an.

Diese Schüler können davon profitieren, dass die teilweise in Englisch unterrichteten Klassen nun auf weitere Schwerpunktfächer erweitert werden. So ist es an einzelnen Schulen möglich, auch in den Schwerpunktfächern Italienisch, Musik und Bildnerisches Gestalten eine zweisprachige Maturität zu erwerben. Bisher wurden zweisprachige Lehrgänge in den Schwerpunktfächern Mathematik-Naturwissenschaften, Latein, Spanisch sowie Wirtschaft und Recht angeboten.

Fünfter Berufslehrgang gilt Kommunikation

Eine weitere Neuerung bildet das Berufsfeld Kommunikation und Information an den Fachmittelschulen. Das Berufsfeld rundet die bisherige Angebotspalette Pädagogik, Gesundheit, Soziales und Bildnerisches Gestalten ab. Der Lehrgang bereitet nicht nur auf Kommunikationsstudiengänge an Fachhochschulen vor, sondern vermittelt auch berufliche Praxis in den Bereichen Medien, Information und Werbung, wie es heisst. 191 Schülerinnen und Schüler haben sich für eines der fünf Berufsfelder angemeldet. 45 neue Wirtschaftsmittelschüler runden das Bild der Neueintritte in die Mittelschulen ab. (red)

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