1. ST. GALLER CUP: Premiere geglückt

317 Fechterinnen und Fechter haben am Wochenende an der Erstaustragung teilgenommen. Selbst der nationale Verband lobte die Organisatoren.

Georg Amstutz
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Die Fechter fanden am St. Galler Cup ausgezeichnete Bedingungen vor. (Bild: Ralph Ribi)

Die Fechter fanden am St. Galler Cup ausgezeichnete Bedingungen vor. (Bild: Ralph Ribi)

Georg Amstutz

sport

@tagblatt.ch

Zwar verpassten die eigenen Fechterinnen und Fechter am ersten St. Galler Cup die Medaillen, aber der Verein selber verdiente sich eine Goldmedaille. Der Fechtclub St. Gallen (FCSG) organisierte ein Turnier der Spitzenklasse. Auch der Vertreter des nationalen Verbandes schwärmte in höchsten Tönen.

St. Gallen befindet sich auf dem besten Weg, zu einer wichtigen Destination in der Welt der Fechterinnen und Fechter zu werden. Am vergangenen Wochenende nahmen 317 Athlet/innen am ersten Fechtturnier dieser Grössenordnung in St. Gallen teil, von Clubs zwischen Genf, Lugano und Basel sowie aus Frankreich, Italien, Österreich und Deutschland. Die Resultate am St. Galler Cup entschieden auch, wer die Schweiz im Junioren-Weltcup respektive in der europäischen U17-Liga vertreten darf.

Auch Weltcup in St. Gallen möglich

Die hohe Zahl von Teilnehmenden war Lohn für das professionell organisierte Turnier. Lars Frauchiger, Vertreter des nationalen Fechtverbands Swiss Fencing, konnte sich von den Chancen überzeugen, als der Präsident des FCSG, Till Ferst, aufzeigte, dass St. Gallen sogar ein Weltcupturnier ausrichten könnte.

Diese Möglichkeit bietet das Athletik-Zentrum St. Gallen. Voraussetzung dafür wäre, dass neben all den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Vereins auch Stadt und Kanton wie auch die umliegenden Kantone sowie die Wirtschaft das einzigartige Potenzial erkennen würden. Die Vorarbeit dazu wurde am vergangenen Wochenende geleistet. Der Leiter des städtischen Sportamtes, Marcel Thoma, nahm einen Augenschein von diesen Chancen. Zusammen mit Stadtrat Markus Buschor überreichte er am Wochenende die Medaillen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezeichneten den Wettkampf als «das schönste und am besten organisierte Fechtturnier der Schweiz». Sponsoren machten das Turnier zusätzlich attraktiv.

Aus sportlicher Sicht vermissten die Trainer des FCSG, Edwin Lachica und Gerardo Piero, zwar die Medaillen. Beide sind aber zuversichtlich, was die Zukunft des Nachwuchses anbelangt.

Endstation Viertelfinal

Bei den Aktiven verpassten Michael Mosberger (Herisau) und Angelina Scherrer (St. Gallen) knapp das Podest – beide schieden im Viertelfinal aus und belegten den undankbaren fünften Platz. Aus dem Nachwuchs des Fechtclubs St. Gallen schafften es einige in den Achtelfinal, wo jedoch Endstation war.