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1. APRIL: Polizeihund jagt bald Schwarzfahrer

Jasper ist gefordert. Noch vor einem halben Jahr war er ein knuddeliger Welpe. Nun steckt er bereits mitten in der Ausbildung zum Polizeihund der Stadtpolizei St. Gallen. Und die verlangt ihm einiges ab.
Christina Weder
Voll im Einsatz für die Stadtpolizei: Jasper in der Einsatzzentrale. (Bild: stapo)

Voll im Einsatz für die Stadtpolizei: Jasper in der Einsatzzentrale. (Bild: stapo)

Jasper ist gefordert. Noch vor einem halben Jahr war er ein knuddeliger Welpe. Nun steckt er bereits mitten in der Ausbildung zum Polizeihund der Stadtpolizei St. Gallen. Und die verlangt ihm einiges ab. Jasper muss lernen, Vermisste aufzufinden, nach Drogen und Sprengstoff zu schnüffeln und Tatorte abzusuchen.

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Als wäre das noch nicht genug, wartet bereits die erste Zusatzaufgabe auf den jungen belgischen Schäferhund: Jasper soll zum «Schwarzfahrer-Spürhund» ausgebildet werden. Das schreibt die Stadtpolizei in ihrem Blog «Jasper – vier Pfoten auf Streife». Seit gestern besuche Jasper diese schweizweit erste Zusatzausbildung. Sie dauert acht Wochen.

Danach soll der Polizeihund imstande sein, nicht nur Verbrecher zu stellen, sondern auch Schwarzfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuspüren. Zweimal wöchentlich soll er die Billettkontrolleure der VBSG bei der Arbeit begleiten. Dabei macht er sich seine Spürnase zunutze und erkennt Schwarzfahrer am «typischen Geruch von Angstschweiss», den sie aussondern. Denn Hunde können, wie die Stapo schreibt, dreimal so viele Gerüche wahrnehmen wie Menschen.

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Jasper wird die potenziellen Schwarzfahrer nicht gleich ins Wädli beissen. Er wird diskret neben ihnen «Platz machen» und so anzeigen, wer kontrolliert werden muss. Für die Billettkontrolleure bedeutet dies laut Stadtpolizei eine Entlastung. Sie müssen nicht mehr alle Fahrgäste überprüfen, sondern nur noch jene mit dem verräterischen Schweissgeruch.

Ob diese allerdings schwitzen, weil sie schwarzfahren oder ob es auch andere Gründe für ihren Schweissausbruch gibt, wird sich zeigen. Gut möglich, dass HSG-Studenten mit Prüfungsangst künftig besonders Gefahr laufen, im Bus kontrolliert zu werden. Falls das Pilotprojekt gelingt, will die Polizei Jasper auch auf Ladendiebe ansetzen, die ebenfalls schwitzen.

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Eines muss man der Stadtpolizei lassen: Ideen, wie Schwarzfahrer, Ladendiebe und andere Schurken gefasst werden könnten, sind vorhanden. Nur das mit dem Aprilscherz muss die Stapo noch lernen. Der Blog-Eintrag zum «Schwarzfahrer-Spürhund» wurde in einer ersten Fassung bereits am 31. März, 8.21 Uhr, gepostet – also rund einen Tag zu früh.

www.polizei.stadt.sg.ch

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