«: Kirchgemeinde will Café bauen

Gastliche Kirche am neuen Bahnhof» und «Begegnung im Park»: Für diese Ziele stellt die Vorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Rorschach den Bürgern Anträge mit dem Budget für 2017.

Fritz Bichsel
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Der Bau eines Kirchencafés ist bei Kirchgemeindezentrum, Verwaltungsgebäude oder Brunnen im Park (von links) denkbar. Hinzu kommen Anlagen im Freien für Begegnungen im Park. (Bild: Fritz Bichsel)

Der Bau eines Kirchencafés ist bei Kirchgemeindezentrum, Verwaltungsgebäude oder Brunnen im Park (von links) denkbar. Hinzu kommen Anlagen im Freien für Begegnungen im Park. (Bild: Fritz Bichsel)

Fritz Bichsel

redaktionot

@tagblatt.ch

Seit Jahren erarbeiten Leitung und aktive Mitglieder niederschwellige Angebote, die der Evangelischen Kirchgemeinde für Rorschach und Rorschacherberg Kontakt und Begegnung mit mehr Menschen ermöglichen sollen. Begegnung im Kirchenpark als Teil des Konzepts wird nun konkret: Die Vorsteherschaft beantragt der Gemeindeversammlung 30000 Franken für Sitzmöglichkeiten beim Brunnen, Rutsche am Hang oberhalb des Sandkastens und Kletteranlage an der Sockelmauer der Kirche.

Grössere Dimension hat der Plan für den Bau und Betrieb eines Kirchencafés. Ausgangspunkt war das Projekt von SBB und Stadt, die Haltestelle Stadt auszubauen zu einem Bus- und Bahnhof näher beim Gemeindezentrum und Verwaltungsgebäude der Evangelischen Kirchgemeinde. Mit den Menschen, die dadurch vor ihren Häusern und nahe der Kirche anzutreffen sein werden, will die Kirchgemeinde in Kontakt kommen. Von einer Tagung der Vorsteherschaft zum Motto «Nahe bei Gott – nahe bei den Menschen» der Kantonal­kirche und einem Ideenaustausch an einem Treffen für Mitglieder über eine Umfrage und Arbeit einer Spurgruppe bis zur Planung durch eine Arbeitsgruppe reifte diese Idee: Leute in einem selbsttragend finanzierten Café bewirten, so ungezwungene Begegnungen und Gespräche ermöglichen. Dafür müssen zusätzliche Räume gebaut werden. Die Vorsteherschaft informiert die Kirchbürger im Gutachten über das Konzept der Arbeitsgruppe für Bau und Betrieb.

Anbau oder Bau im Kirchenpark prüfen

In Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro ergaben sich drei denkbare Standorte: Anbau an der Westseite des Kirchgemeindezentrums (gegen die aufgegebene Scapa-Fabrik), Anbau ans Verwaltungsgebäude (an der Eisenbahnstrasse) oder Bau beim Brunnen im Park. Für einen Entscheid muss die Planung vertieft werden. Die Kirchbürger befinden vorerst über 15000 Franken für ein Projekt. Über den allfälligen Bau sollen sie dann an der Gemeindeversammlung in ei­nem Jahr entscheiden. Der Bericht vom Jahr 2016 zeigt, dass die Evangelische Kirchgemeinde Rorschach schon in den bisherigen Räumen ein intensives Gemeindeleben pflegt, für unterschiedlichste Interessengruppen, die ganze Gemeinde und über Konfessionsgrenzen hinweg.

Auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung stehen weiter die finanziellen Jahresgeschäfte und Wahlen. Die Vorsteherschaft schlägt vor: Margrit Huber, Rorschach, als Vertreterin der Kirchgemeinde in der Synode (Parlament der Kantonal­kirche) anstelle von Hans-Paul ­Candrian, der nach elf Jahren zurücktrat, und Raphael Marti, Rorschacherbeg, anstelle des zurücktretenden Stimmenzählers Hanspeter Füllemann. Die Rechnung 2016 schliesst bei 2,339 Mio. Franken Aufwand mit 131000 Franken Gewinn statt mit einem geringen Defizit. Das Budget für 2017 sieht bei 2,277 Mio. Franken Aufwand und mit dem gleichbleibenden Steuerfuss von 26 Prozent einen ausgeglichenen Abschluss vor.

Hinweis

Gemeindeversammlung: Sonntag, 2. April, 11 Uhr, in der Kirche (nach Gottesdienst von 10 Uhr)