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ST.GALLEN: Die Nachteile der Velopolizei

Immer mehr Polizeikorps setzen auf Zweiradpatrouillen. Im Kanton St. Gallen kommen dagegen kaum Velopolizisten zum Einsatz. Dafür gibt es einen guten Grund.
Hanspeter Thurnherr
Häufiger als auf Velos setzt die Polizei auf Fussgänger-Patrouillen wie hier bei der Olma. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 11. Oktober 2015))

Häufiger als auf Velos setzt die Polizei auf Fussgänger-Patrouillen wie hier bei der Olma. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 11. Oktober 2015))

Hanspeter Thurnherr

ostschweiz@tagblatt.ch

Die Liechtensteiner Landespolizei will im kommenden Sommer eine Fahrradpolizei einführen. Diese Velopolizisten werden vorwiegend in den Naherholungsgebieten sowie in der Fussgängerzone in Vaduz eingesetzt. Auch eine Möglichkeit für die Kantonspolizei St. Gallen? «Wir haben offiziell keine Fahrradpatrouillen. Das Gebiet des Kantons ist meistens zu weitläufig, um mit dem Velo unterwegs zu sein», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei. Das Velo eigne sich für Städte mit ausgedehnten Fussgängerzonen. «Wir setzen in solchen Zonen aber eher auf Fusspatrouillen.»

Es gibt aber einzelne Gemeinden, die ihren Gemeindepolizisten Velos zur Verfügung stellen. Von den sechs Gemeinden im St. Galler Rheintal, welche über Gemeindepolizisten verfügen, stellen gemäss Schneider vier ihren Ordnungshütern Velos für den Diensteinsatz zur Verfügung: Buchs, Altstätten, Widnau und St. Margrethen. Die Stadtpolizei St. Gallen kennt im engen Sinn keine Velopolizisten. «Das macht bei unserer Korpsgrösse, Organisationsstruktur und der städtischen Topografie wenig Sinn», sagt Roman Kohler, Leiter Kommunikation. Doch verfüge sie über vier Velos und ein E-Bike, welches die Mitarbeitenden wie Patrouillenfahrzeuge nutzen können. «In wärmeren Monaten werden diese gerne genutzt. Gerade im präventiven Bereich, beispielsweise in der Quartierarbeit, bieten sich Velos an. So können Bürger einfacher den Dialog mit den Polizisten suchen», so Kohler. Gleichzeitig sei man mit den Fahrrädern flexibler und schneller. Die Stadtpolizei hat sogar eine Reiterstaffel, allerdings ohne eigene Pferde. Die Staffel kommt auch nicht bei der Polizeiarbeit zum Einsatz. Sie ist lediglich für repräsentative Zwecke da. Die Pferde werden für diese Veranstaltungen jeweils zugemietet.

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