St.Gallen
Die grösste illegale Party seit Beginn der zweiten Welle: «Ein paar Gäste versuchten, sich im Lokal zu verstecken»

Am Samstagabend wurde die Stadtpolizei St.Gallen auf Partylärm im westlichen Stadtzentrum aufmerksam gemacht. Bei einer Kontrolle vor Ort stellte die Polizei rund 50 Personen in einem Lokal fest, die an einer illegalen Veranstaltung teilnahmen.

Enrico Kampmann
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Die Party verstiess gegen die Covid-19-Verordnung besondere Lage.

Die Party verstiess gegen die Covid-19-Verordnung besondere Lage.

Bild: iStockphoto

Am Samstagabend gegen 23.30 Uhr ging bei der Stadtpolizei St.Gallen eine Lärmbeschwerde ein. Als die Einsatzkräfte beim betreffenden Lokal im westlichen Stadtzentrum eintrafen, fanden sie dort etwa 50 Personen vor, die ausgelassen eine illegale Party feierten.

Roman Kohler, Leiter Kommunikation der Stadtpolizei St.Gallen, sagt es sei die grösste illegale Party dieser Art gewesen, die die Stadtpolizei seit Beginn der zweiten Welle auflösen musste.

«Wir haben bisher noch kein Lokal angetroffen, in dem sich so viele Menschen aufhielten.»

Die letzte grössere illegale Veranstaltung sei eine Geburtstagsfeier mit 21 Gästen gewesen, sagt Kohler.

Roman Kohler, Leiter Fachstelle Kommunikation Stadtpolizei St.Gallen.

Roman Kohler, Leiter Fachstelle Kommunikation Stadtpolizei St.Gallen.

PD

Die meisten Partygäste seien eher jung gewesen, «um die zwanzig herum», sagt Kohler. Einige von ihnen hätten sich beim Eintreffen der Polizei sofort vom Lokal entfernt.

«Ein paar Gäste haben sich im Inneren des Lokals versteckt, um der Polizei zu entwischen.»

Doch das Versteckspiel blieb erfolglos.

Die Stadtpolizei habe wegen Widerhandlung gegen das Covid-19-Gesetz die Personalien von insgesamt 28 Personen aufgenommen, darunter auch diejenigen der vermeintliche Veranstalter, sagt Kohler. Dass insgesamt etwa 50 Gäste anwesend gewesen seien, sei Anhand der Anzahl Kleidungsstücke, Sitzgelegenheiten und herumstehenden Getränke abzuschätzen.

Noch unklar, ob private oder öffentliche Veranstaltungen

Noch seien keine Ordnungsbussen verteilt worden, sagt Kohler. Es sei noch unklar, ob es sich bei der Party um eine private oder öffentliche Veranstaltung gehandelt habe.

«Grundsätzlich gehen wir von einer öffentlichen Veranstaltung aus, da sie in einem Lokal stattgefunden hat», sagt Kohler. Doch er räumt ein, dass es Ausnahmefälle gebe. Man müsse weitere Gespräche mit dem Veranstalter führen, um die Frage abschliessend zu klären.

Sollte es sich um eine private Veranstaltung handeln, würden Veranstalter und Gäste mit einer Ordnungsbusse von 200 Franken respektive 100 Franken davonkommen. Sollte sich hingegen herausstellen, dass es eine öffentliche Party war, droht dem Veranstalter eine Strafanzeige.