St.GALLEN
«Die Busse zwischen Hauptbahnhof und Kantonsspital sind noch immer am stärksten ausgelastet»: Der VBSG-Unternehmensleiter kommentiert den Fahrplanwechsel

Übernächsten Sonntag ist Fahrplanwechsel: Neu sollen die Linien 7 und 8 am Morgen und Abend alle 15 Minuten statt wie bis anhin alle 20 Minuten fahren. Diese und weitere Anpassungen der Verkehrsbetriebe St.Gallen im Überblick.

Sandro Büchler
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Ein Bus der Verkehrsbetriebe St.Gallen im Heiligkreuz auf der Langgasse.

Ein Bus der Verkehrsbetriebe St.Gallen im Heiligkreuz auf der Langgasse.

Bild: Benjamin Manser
(17. November 2020)

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, kommt es auch auf dem Liniennetz der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) zu punktuellen Veränderungen. Die VBSG schreiben in einer Medienmitteilung am Dienstag von «wenigen Anpassungen».

Ralf Eigenmann, Unternehmensleiter der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG)

Ralf Eigenmann, Unternehmensleiter der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG)

Bild: Urs Bucher (4. Dezember 2018)

VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann sagt: «Bei der Fahrplanänderung vor zwei Jahren wurden grössere Änderungen vorgenommen. Die diesjährigen Änderungen am Fahrplan beruhen auf Beobachtungen und Auswertungen unseres Leitsystems.» So gebe es vorwiegend kleine Korrekturen im Minutenbereich: «Reale Erfahrungswerte aus den zwei zurückliegenden Jahren zeigen nun, wo man zu viel oder zu wenig Zeit zwischen zwei Haltestellen bei der Planung einberechnet hat.»

Die Änderungen im Überblick:

  • Die Busse der Linie 7 (Hinterberg – Neudorf/Rorschacherstrasse) und Linie 8 (Wendeplatz Stocken – Neudorf/Rorschacherstrasse) fahren neu während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend jeweils im 15-Minuten-Takt. Die Hauptverkehrszeit umfasst den ungefähren Zeitraum von 6 bis 8 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Tagsüber bleibt der 20-Minuten-Takt bestehen. Eigenmann kommentiert: «Der Angebotsausbau auf den beiden Linien ist auf Kapazitätsengpässe in den Hauptverkehrszeiten zurückzuführen.»
«Wir befriedigen ein mehrfach genanntes Kundenbedürfnis.»
  • Der Fahrtakt der Linie 12 (Abtwil SG, Sonnenberg – St.Gallen, Bahnhof) wird von 30 auf 20 Minuten verdichtet. Neu führt die Linie 12 in Abtwil über die Mühlenstrasse. Dazu wurden die zusätzlichen Haltestellen «Abtwil SG, Sonnenberg» und «Dufourpark» errichtet. «Abtwil SG, Sonnenberg» gilt ab Fahrplanwechsel als Endhaltestelle der Linie 12. Die Haltestellen «Sonnenhof» und «Grund» Richtung St.Josefen werden aufgehoben. Als Ersatz gilt die neue Haltestelle «Farnen».

Eigenmann freut sich über die Angebotsverbesserung in Abtwil:

«Der Takt der Linie 12, die nur zu den Hauptverkehrszeiten verkehrt, wird von 30 Minuten auf 20 verdichtet. Insgesamt werden einige Kurspaare mehr gefahren.»

Der VBSG-Unternehmensleiter hofft, dass die Verschiebung der Haltestellen – höher ins Sonnenberg-Quartier – einige Personen zusätzlich dazu animiert, den Bus zu nehmen. Denn das Hoch- und Runterlaufen am Hang sei doch etwas mühsam.

Zudem gibt es zwei Änderungen in Wittenbach und Goldach:

  • Bei der Linie 4 (Abtwil SG, Säntispark – Wittenbach, Bahnhof) werden zwei Haltestellen in Wittenbach umbenannt. Die Haltestellen Schwimmbad und Egghalde heissen neu «Im Grüntal» und «Sportanlagen».
  • Per Fahrplanwechsel wird der neue Bushof «Goldach, Bahnhof» in Betrieb genommen und gilt als Endhaltestelle der Seebus-Linien 251, 252 und 253. Die Linie 251 wird neu über den Bahnübergang verlängert. Die Route der Linie 253 endet ebenfalls nicht mehr vor dem Bahnübergang, sondern führt über die Mühlegutstrasse zum neuen Bushof. Auf dieser Schlaufe ist die zusätzliche Haltestelle «Mühlegut» entstanden. Die Haltestellen «Bahnhofstrasse», «Goldach, Post» und «Goldach Rathaus» werden aufgehoben.
Vogelperspektive auf den Westen von Goldach: Im Mai wurde die SBB-Unterführung eingesetzt. Im Juli wurde die Umfahrungstrasse eröffnet. Die Mühlegutstrasse eröffnet auch für die Linienführung der Busse neue Optionen.

Vogelperspektive auf den Westen von Goldach: Im Mai wurde die SBB-Unterführung eingesetzt. Im Juli wurde die Umfahrungstrasse eröffnet. Die Mühlegutstrasse eröffnet auch für die Linienführung der Busse neue Optionen.

Bild: Tino Dietsche
(17. Juli 2020)

Der VBSG-Unternehmensleiter nimmt auch Stellung zur aktuellen Auslastung der Busse: Im November lag diese laut Eigenmann zwischen 60 bis 75 Prozent verglichen zur Vorjahresperiode. Dies sei aber immer noch höher als im März und April. Denn während des Lockdowns sei nur noch rund ein Drittel der Passagiere im Vergleich zu 2019 befördert worden. Nach dem Lockdown seien die Auslastungszahlen ziemlich schnell wieder gestiegen.

«Bei der zweiten Welle, insbesondere als der Bundesrat die Homeoffice-Parole bekanntgab, sank die Zahl der Passagiere rasch wieder – teils auf die Hälfte, verglichen zur Vorjahresperiode.»

Die ganze Zeit hindurch am stärksten ausgelastet sind laut Eigenmann die Busse zwischen dem Bahnhof und dem Kantonsspital.

Bei allen Linien der Verkehrsbetriebe St.Gallen (St.Gallerbus und Seebus) sind Anpassungen einzelner Fahrzeiten im Minutenbereich möglich. Eigenmann empfiehlt den Fahrgästen deshalb, sich vor Antritt der Reise im Online-Fahrplan zu erkundigen (Apps: fastfinder, wemlin oder SBB).