St.Gallen
Bundesrat gibt grünes Licht: Der Innovationspark Ost wird ins Netzwerk von Switzerland Innovation aufgenommen

St.Gallen wird als neuer Standort ins Innovationsnetzwerk des Bundes aufgenommen. Dies hat der Bundesrat heute genehmigt. Nach jahrelangen Vorarbeiten und zwei gescheiterten Versuchen ist der Durchbruch nun definitiv gelungen.

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Der Innovationspark wird in der Stadt St.Gallen im Umfeld der Empa sowie in Buchs angesiedelt.

Der Innovationspark wird in der Stadt St.Gallen im Umfeld der Empa sowie in Buchs angesiedelt.

Bild: Ralph Ribi

(pd) Der Innovationspark Ost wird als sechster Standortträger in das Gesamtnetzwerk Schweizerischer Innovationspark aufgenommen. Dies wurde vom Bundesrat am 21. April 2021 genehmigt, wie es in einer Mitteilung des Kantons St.Gallen heisst. Nach der Prüfung der Bewerbung beantragte der Stiftungsrat von Switzerland Innovation Ende November 2020 dem Bundesrat, den Innovationspark Ost als Standortträger von Switzerland Innovation aufzunehmen. Und nun ist es offiziell. Laut Mitteilung des Kantons sei dies ein grosser und bedeutender Meilenstein für ein Generationenprojekt.

Der St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner sagt:

«In einem Atemzug mit Zürich, Lausanne und Basel genannt zu werden, ist ein eindrücklicher Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit des Werk- und Denkplatzes Ostschweiz.»

Mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft und den Nachbarkantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein könne man dazu beitragen, dass Unternehmen und Bildungsstätten auch in Zukunft zur internationalen Spitze gehören und die Wertschöpfungskraft erhöht würden. Den Wert von Forschung und Innovation für die Gesellschaft sei in den aktuellen Coronazeiten augenfällig geworden.

Gesundheit, Digitalisierung und Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Ziel des Innovationsparks Ost ist es, durch die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft die Innovation zu fördern. Der thematische Fokus liegt in der ersten Phase im Bereich Gesundheit, Digitalisierung und Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie).

Auf Forschungsseite sind im Themenbereich «Gesundheits- und Medizintechnik» die Empa St.Gallen und das Kantonsspital St.Gallen eingebunden. Im Bereich «MEM-Industrie» wird die Forschungsleistung von der Ostschweizer Fachhochschule sowie von der Forschungsanstalt RhySearch in Buchs miteingebracht. Die Universität St.Gallen steuert dabei ihre wissenschaftliche Kompetenz bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle bei.

Mit dem Campus Lerchenfeld in unmittelbarer Nähe der Empa und dem Campus Buchs verfüge der Innovationspark Ost über Standorte mit einer hochstehenden, ausbaufähigen Infrastruktur.

Bewerbungsprozess für das Verwaltungsratspräsidium läuft

Seit dem Abschluss der Vorprüfung im vergangenen Herbst ist der Innovationspark Ost nicht untätig geblieben. Nachdem der Kantonsrat die finanziellen Beiträge für den Innovationspark Ost – 500'000 Franken Aktienkapital sowie zehn Millionen Franken à fonds perdu für die Aufbauphase – gesprochen hatte, wurden erste Umsetzungsschritte an die Hand genommen. Im ersten Quartal 2021 wurde das Verwaltungsratspräsidium des Innovationsparks Ost öffentlich ausgeschrieben. Der Bewerbungsprozess laufe derzeit noch.

Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Der Innovationspark Ost erhält Unterstützung aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Seitens der öffentlichen Hand stehen Kanton und Stadt St.Gallen, die Kantone Thurgau sowie Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden und das Fürstentum Liechtenstein hinter dem Projekt.