ST.GALLEN: Besinnliches Lichtermeer

Gestern fand zum zehnten Mal die Nacht der Lichter in der Kathedrale und in der Kirche St.Laurenzen in St.Gallen statt.

Daniela Huber-Mühleis
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2500 Personen nahmen in St. Gallen an der Nacht der Lichter teil. (Bild: Hanspeter Schiess)

2500 Personen nahmen in St. Gallen an der Nacht der Lichter teil. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein warmes Lichtermeer von Fackeln und Kerzen erhellte gestern die Nacht und das Innere der Kathedrale und der Kirche St. Laurenzen in St.Gallen. Dort fanden sich die Teilnehmer der Nacht der Lichter nach dem Fackelmarsch ein. Bischof Markus Büchel und Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, luden Jugendliche und Erwachsene zum ökumenischen Adventstreffen ein. Vor allem junge Gläubige folgten in Scharen der Einladung, beteten und sangen meditative Lieder im Sinne der spirituellen Ausrichtung von Taizé. Nach dem Gottesdienst bot sich die Gelegenheit, Bischof Markus und Martin Schmidt in der Bischofswohnung zum Gedankenaustausch zu treffen. Nach den liturgischen Feiern herrschte auf dem Klosterplatz eine friedliche, besinnliche Vorweihnachtsstimmung. Für 2500 Gläubige stellten die Organisatoren Snacks, alkoholfreien Punsch und Bouillon zur Verfügung.

Der Gedanke für die Nacht der Lichter ist aus der ökumenischen Jugendarbeit des Bistums und der evangelischen Kantonalkirche entstanden, erklärt Linus Brändle vom Organisationskomitee den Ursprung in der Ostschweiz. Von Anfang an spielten Musik und Gesang in der Ordensgemeinschaft von Taizé in Frankreich eine grosse Rolle. Die Brüder bedienten sich Melodien verschiedenster Konfessionen. So wurden Hymnen der Ostkirche wie auch gregorianische Gesänge für die Gottesdienste verwendet. Das Grundgerüst der Taizé-Liturgie ist nach wie vor lateinisch.