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ST.GALLEN: 42 Millionen für Autobahndeckel beim Olma-Areal

Die Olma Messen wollen mit einer Überdeckung der Autobahn A1 Platz für eine grosse neue Halle gewinnen. Der "Deckel" kostet aber deutlich mehr als die Verantwortlichen noch im vergangenen März schätzten, nämlich 42 Millionen Franken.
So soll die Autobahnüberdeckung aussehen. (Bild: pd)

So soll die Autobahnüberdeckung aussehen. (Bild: pd)

Diese Zahl nannte Olma-Direktor Nicolo Paganini an einer Medienkonferenz am Mittwoch. Die knapp 200 Meter lange Überdachung beim Ostportal des Rosenbergtunnels könne nur finanziert werden, wenn sich der Kanton und die Stadt beteiligten. Gespräche sind für die kommenden Monate geplant.

Auf diesem teuren «Bauland» über der A1 wollen die Olma Messen eine neue Halle mit 5000 Quadratmetern Fläche bauen. Insgesamt dürfte das Projekt mit Halle und «Deckel» auf über 100 Millionen Franken zu stehen kommen. Die Halle will die Olma aus eigenen Mitteln und mit Bankkrediten finanzieren.

Die neue, stützenfreie Halle soll noch grösser als die bisher grösste Olma-Halle 9 werden. Die Erweiterung biete der Olma die Chance einer dringend nötigen Weiterentwicklung des Messeangebots, erklärten die Verantwortlichen. «Wir stehen heute in der Wettbewerbsfähigkeit an», sagte Stadtpräsident Thomas Scheitlin.

Messestadt unter Druck
Die neue Halle soll Grosskonzerte und Sportveranstaltungen in die Olma bringen, die bisher nicht möglich waren. Zudem könnten in stark nachgefragten Monaten jeweils mehrere Kongresse und Events parallel durchgeführt werden. Bei bestehenden Messen könnte die Olma noch mehr Flächen verkaufen.

St.Gallen stehe als Messestadt unter Druck, sagte Scheitlin. Andere Messestädte hätten in den letzten Jahren stark in ihre Infrastruktur investiert, St.Gallen aber nicht. Die heutige Halle 1 aus dem Jahr 1979 sei bei Ausstellern nicht beliebt. Die Nachfrage nach Veranstaltungsorten sei gross und werde noch zunehmen.
Das «Neuland» genannte Projekt muss noch verschiedene rechtliche, finanzielle und politische Hürden nehmen. Im Idealfall soll 2019 mit dem Bau der Autobahnüberdachung und 2021 mit dem Neubau der Halle begonnen werden. Die Olma-Verantwortlichen hoffen jetzt auf «Mut zu einer kräftigen Vision».

Gutes Geschäftsjahr 2016
Im Rückblick auf 2016 sprach Direktor Nicolo Paganini von einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Er erwarte ein Ergebnis im Rahmen der Vorjahre. Im kommenden Jahr stehen 14 Messen und rund 100 Kongresse, Events und Firmenanlässe auf dem Programm. Die Olma findet zum 75. Mal statt − mit dem Kanton Thurgau als Jubiläums-Ehrengast. (sda)

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