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Steuern: Kanton St.Gallen ist für tiefe Einkommen attraktiv

Ein Steuermonitoring der Universität St.Gallen beurteilt die steuerliche Standortattraktivität des Kantons St.Gallen. Fazit: Am günstigsten stehen Verheiratete mit zwei Kindern da.
Andri Rostetter
Der Kanton St.Gallen belegt in Sachen steuerliche Attraktivität im Schweizer Vergleich in vielen Kategorien hintere Ränge. (Bild: Reto Martin)

Der Kanton St.Gallen belegt in Sachen steuerliche Attraktivität im Schweizer Vergleich in vielen Kategorien hintere Ränge. (Bild: Reto Martin)

Zum achten Mal hat das Institut für Finanzwissenschaften und Finanzrecht der Universität St.Gallen im Auftrag des Finanzdepartements die Standortattraktivität des Kantons in Sachen Steuern untersucht. Ziel des Steuermonitorings ist es, die Positionierung des Kantons im interkantonalen Steuerwettbewerb zu ermitteln. Das Steuermonitoring ist jeweils auch die Grundlage für den Aufgaben- und Finanzplan der Regierung.

Gemäss Untersuchung hat sich der Kanton St.Gallen punkto Steuerattraktivität in den vergangenen Jahren kaum bewegt. Am besten klassiert ist er weiterhin bei Verheirateten mit zwei Kindern.

Mittlere und hohe Einkommen stehen schlecht da

Bei den mittleren und hohen Einkommen belegt er im Vergleich mit den Nachbarkantonen meistens den letzten Rang. Steuerzahler, die pro Jahr brutto zwischen 50'000 und 300'000 Franken verdienen, kommen im Kanton St.Gallen durchgehend schlechter weg als in den umliegenden Kantonen.

Einzig bei den tiefen Einkommen ist St.Gallen vergleichsweise attraktiv. Eine präzise Gegenüberstellung sei allerdings nicht möglich, da die Eidgenössische Steuerverwaltung von der Belastung des Bruttolohnes ausgehe, während für den Kanton St.Gallen einzig Daten zu den Nettoeinkünften vorhanden seien.

Ein Grobvergleich zeigt jedoch erneut, dass sich ein Grossteil der Steuerpflichtigen in einem Bereich konzentriert, in dem der Kanton wenig attraktiv sei – also bei den mittleren Einkommen. «Folglich wäre eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit in diesem Intervall für den Kanton St. Gallen in einem ersten Schritt mit hohen Steuerausfällen verbunden», schreiben die Autoren des Steuermonitorings. Langfristig gelte es aber zu bedenken, dass durch die vergleichsweise hohe Steuerbelastung ein Abwanderungsrisiko bestehe. Und dieses sei wiederum mit Einnahmenverlusten verbunden.

Vermögenssteuern liegen über dem Schweizer Durchschnitt

Mit anderen Worten: Wie auch immer der Kanton an der Steuerschraube für die mittleren Einkommen dreht – es bleibt ein Risiko. Was die Vermögenssteuern angeht, liegt der Kanton ebenfalls mehrheitlich über dem Schweizer Durchschnitt.

Weil Appenzell Ausserrhoden und Graubünden zwischen 2009 und 2011 die Vermögenssteuern gesenkt haben, schneidet St.Gallen auch im Direktvergleich mit den Nachbarkantonen heute schlechter ab. Seither belegt der Kanton ausser bei den sehr tiefen und sehr hohen Vermögen durchgehend den letzten Rang. Auch bei den Unternehmenssteuern gibt es kaum Veränderungen. Schon heute stehe der Kanton im internationalen Vergleich gut da, heisst es im Bericht zum Steuermonitoring.

Im interkantonalen Vergleich sei St.Gallen dagegen nach wie vor im Mittelfeld klassiert. Das könnte sich mit der Umsetzung der Steuervorlage 17 ändern.

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