STEINACH: Neues Fischereizentrum soll Fisch- und Krebsbestände sichern

In Steinach wird am Donnerstag das neue Fischereizentrum des Kantons St.Gallen eröffnet. In der Fischzuchtanlage werden bedrohte Fisch– und Krebsarten gezüchtet und später ausgesetzt.

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Der Neubau in Steinach ersetzt die in die Jahre gekommene Fischzuchtanlage in Rorschach. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)

Der Neubau in Steinach ersetzt die in die Jahre gekommene Fischzuchtanlage in Rorschach. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)

Etwa die Hälfte der in der Schweiz heimischen Fisch− und Krebsarten ist bedroht oder bereits ausgestorben. Dem will der Kanton St.Gallen mit dem neuen Fischereizentrum entgegenwirken, wie es in einer Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei heisst.

Dank des Einsatzes der ehemaligen Fischzuchtanlage in Rorschach habe etwa die Bodenseeforelle vor dreissig Jahren vor dem Aussterben gerettet werden können. Der Kanton ist zudem gesetzlich verpflichtet, bedrohte Arten zu schützen und zu fördern.

Weitere Aufgaben der neuen Anlage sind laut Communiqué die Überwachung des Fischereibetriebs, die Bestandesüberwachung und die Sicherung der Fischbestände bei Baustellen-Abfischungen oder Gewässerverschmutzungen.

Pumpwerk und Anlagestelle

Der Neubau in Steinach ersetzt die in die Jahre gekommene Fischzuchtanlage in Rorschach, die wegen des abgelaufenen Baurechtsvertrags aufgegeben werden musste. Nebst der neuen Fischzuchtanlage wurden ein Seewasserpumpwerk und eine Bootsanlegestelle im Hafen von Steinach realisiert. Die gesamten Anlagekosten betragen 12,4 Millionen Franken an denen sich der Kanton St.Gallen mit knapp 11 Millionen Franken beteiligte.

Schwierige Suche

Die Suche nach einem geeigneten Standort für das neue Fischereizentrum sei schwierig gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Grundstücke am Seeufer seien stark genutzt und es bestehe eine grosse Nachfrage für die noch verfügbaren Parzellen auf Kantonsgebiet. Mit dem favorisierten Standort in Steinach habe der Kanton das Grundstück erwerben und damit langfristig sichern können.

Gleichzeitig könnten die Industrieanlagen des benachbarten Industrieunternehmens mit dem Seewasser gekühlt und das erwärmte Wasser durch die Fischaufzuchtbecken geleitet werden. Dadurch fielen für beide Betriebe weniger Energiekosten an und das Unternehmen kann auf die lärmintensiven Kühlaggregate verzichten. (sda)

Nebst der neuen Fischzuchtanlage wurden ein Seewasserpumpwerk und eine Bootsanlegestelle im Hafen von Steinach realisiert. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)

Nebst der neuen Fischzuchtanlage wurden ein Seewasserpumpwerk und eine Bootsanlegestelle im Hafen von Steinach realisiert. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)

Die gesamten Anlagekosten betragen 12,4 Millionen Franken. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)

Die gesamten Anlagekosten betragen 12,4 Millionen Franken. (Bild: HANSPETER SCHIESS FOTOGRAFIE CH-)