Statt junger Bachforellen jetzt Gülle im Bach

Niederhelfenschwil. Ein Gewässer wird von Gülle verschmutzt – während der Güllesaison kein Einzelfall. «Die Konzentration an Ammoniak stellt jedoch meistens keine Bedrohung für die Fische dar», sagt Roland Riederer vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei.

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Niederhelfenschwil. Ein Gewässer wird von Gülle verschmutzt – während der Güllesaison kein Einzelfall. «Die Konzentration an Ammoniak stellt jedoch meistens keine Bedrohung für die Fische dar», sagt Roland Riederer vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Anders sieht die Lage in Niederhelfenschwil aus: Vergangenen Samstag gelangten mehrere tausend Liter Gülle in den Brübach, der als Aufzuchtgewässer für Fische genutzt wird.

Wiederbesiedelung dauert lang

Im Brübach werden junge Bachforellen grossgezogen, welche im Herbst in die Thur ausgesetzt werden. Dies dient zur Unterstützung der natürlichen Vermehrung der Fische. Ob der Brübach dieses Jahr als Aufzuchtgewässer genutzt werden kann, wird diese Woche abgeklärt. «Je nach Ausmass der Verschmutzung, kann die Wiederbesiedelung des Gebiets ein ganzes Jahr dauern», sagt Roland Riederer.

Gülleaustritt aus Jauchekasten

An gleicher Stelle wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme bei der Aufzucht festgestellt: «Wir setzten kleine Fische ein und konnten im Herbst keine mehr abfischen», sagt Riederer. Nun scheint die Ursache dafür gefunden zu sein: Auf einem Bauernhof in der Nähe führte ein Überlauf an einem Jauchekasten dazu, dass Gülle aus dem Kasten austreten und in den Bach gelangen konnte.

Ob ein Strafverfahren gegen den Landwirt eingeleitet wird, ist Gegenstand weiterer Abklärungen. (mlu)

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