Statt Flashmob Briefaktion vor dem Bundeshaus: Polizei verbietet Aktion gegen 5G von Toggenburger Esoterikstar Christina von Dreien 

Den angekündigten Flashmob in Bern kann die Toggenburgerin Christina von Dreien nicht durchführen. Grund: Die Polizei erteilte ihr die Bewilligung nicht. Doch sie will trotzdem in die Bundeshauptstadt.

Sabrina Bächi
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Christina von Dreien mit ihrer Mutter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Christina von Dreien mit ihrer Mutter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Toggenburgerin Christina Meier, alias Christina von Dreien, bezeichnet sich selbst als Kind aus höheren Sphären. Mit ihren Prophezeiungen einer gerechten Welt füllt sie ganze Säle. Nebst «herzbasiertem Lernen» ist von Dreiens neustes Projekt der Kampf gegen das Mobilfunknetz 5G.

Am 19. Mai wollte sie einen Flashmob mitten in Bern organisieren, um gegen 5G zu protestieren. Sie hält das Netz für «eine ernste Gefahr für uns alle». Es sorge für Krankheiten und Probleme wie zum Beispiel Krebs, Schlafstörungen und Schwindelanfälle. 5G zerstöre das Immunsystem der Bäume, «so dass diese alle absterben», schreibt von Dreien in ihrem Newsletter.

Wie von Dreien in ihren Newsletter nun schreibt, kommt der Flashmob «Stopp 5G» nicht zustande. Die Berner Gewerbepolizei erteilte der 18-jährigen Toggenburgerin keine Bewilligung für ihre Aktion. Der Grund: Die Polizei sei schon ausgelastet wegen eines grossen Fussballspiels. «Auch in Zürich konnte keine Halle für ein physisches Treffen gefunden werden», schreibt sie weiter. 

Alle Briefe gleichzeitig abgeben

Trotzdem will der Esoterikstar etwas bewegen und fordert ihre Anhänger dazu auf, einen von ihr vorgefertigten Brief an den Bund zu senden. Oder aber, so von Dreien, es fahren alle, die sich den 19. Mai nun sowieso freigehalten haben, nach Bern und werfen dort den Brief ein. «Alle können den mitgebrachten Brief beim Bundeshaus abgeben, gleichzeitig, das hat eine andere Wirkung», schlägt sie vor. 

In dem Brief fordert von Dreien umgehend auf das illegale Errichten von 5G Antennen zu verzichten. Des Weiteren soll der Bund der Bevölkerung bis zum 15. Juni Beweise von unabhängigen Forschern vorlegen, dass das Funknetz 5G «für Mensch, Tier und Pflanze unschädlich ist». Ihr Fazit:

«Wir verlangen von Ihnen als unsere gewählten Vertreter einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit den Informationen über 5G.»