Stationäre Therapie angeordnet

Das Kreisgericht See-Gaster hat für einen Schweizer, der zwei Personen mit einem Messer verletzt hat, nachträglich eine stationäre Behandlung verfügt.

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RAPPERSWIL. Mit Entscheid vom 19. April 2012 sprach das Kreisgericht See-Gaster einen damals 25jährigen Schweizer der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Das Kantonsgericht St. Gallen wies eine gegen die Strafzumessung gerichtete Berufung des Verurteilten sowie die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ab. Vom April 2013 bis zum 15. Oktober 2015 verbüsste der Verurteilte diese Freiheitsstrafe sowie diverse kleinere Ersatzfreiheitsstrafen.

Im April gelangte das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen (SJD) mit dem Antrag an das Kreisgericht, die nachträgliche Anordnung einer stationären Behandlung zu prüfen. Am 28. Oktober fand vor dem Kreisgericht See-Gaster die Hauptverhandlung statt. Das Gericht kam unter anderem gestützt auf ein eingeholtes Gutachten zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die nachträgliche Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme erfüllt seien. Die stationäre Behandlung dauert in der Regel höchstens fünf Jahre. (red.)