Starkregen setzt Wil unter Wasser

Die heftigen Regenfälle trafen gestern nachmittag die Region Wil am meisten. Hier floss Schlamm auf die Autobahn. In der Region Hinterthurgau wurden mehrere Keller überflutet. Zwischen Sulgen und Kradolf war die Bahnlinie unterbrochen.

Andrea Häusler
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In Wil stand die Bahnhofunterführung unter Wasser. (Bild: Miriam Blöchliger)

In Wil stand die Bahnhofunterführung unter Wasser. (Bild: Miriam Blöchliger)

In Wil stand am frühen Sonntagabend alles still. Vor und nach der Autobahnausfahrt standen die Fahrzeuge zweispurig kreuz und quer. Der Grund: Zwischen Matzingen und Wil lagen bis zu 50 Zentimeter Geröll auf der Fahrbahn. Eine Gewitterzelle hatte auf ihrem Weg Richtung Zürcher Oberland die Region Wil heimgesucht.

Barfuss in der Brühe

Autofahrer wateten barfuss und in kurzen Hosen durch die braune Brühe, die sich wie ein Bach über die Autobahn ergoss. An ein Weiterkommen war nicht mehr zu denken. Die Autobahn blieb für längere Zeit gesperrt. Der Verkehr verlagerte sich rasch auf die Hauptstrassen; das führte rund um die Stadt Wil zu Staus. Rossrüti war am Abend ohne Strom.

Mehrere Hundert Meldungen

In der ganzen Ostschweiz standen die Feuerwehren im Dauereinsatz; Keller und Tiefgaragen standen vielerorts unter Wasser. Die Notrufzentrale der St. Galler Kantonspolizei war überlastet. Auch der Führungsstab war im Einsatz. Bis 20 Uhr waren über 400 Meldungen eingegangen. Die Kantonspolizei Thurgau erhielt bis zum Abend ebenfalls über 350 Schadensmeldungen. am stärksten betroffen war der Hinterthurgau. Verletzte wurden bis Redaktionsschluss keine gemeldet. Auch die Schadenshöhe ist nicht bekannt.

Mehr Bilder auf www.tagblatt.ch.

Chaos bei Wil, nachdem Schlamm auf die Autobahn gespült wurde. (Bild: Andrea Häusler)

Chaos bei Wil, nachdem Schlamm auf die Autobahn gespült wurde. (Bild: Andrea Häusler)

Autos treiben in Wil-Bronschhofen im Hochwasser. (Bild: Leserbild)

Autos treiben in Wil-Bronschhofen im Hochwasser. (Bild: Leserbild)