Starker Schneefall: Zahlreiche Unfälle auf Ostschweizer Strassen

Zwischen Sonntag und Montag hat es in der Ostschweiz wegen des Schnees elf Mal gekracht. Auch am Wochenende ist es zu diversen Unfällen gekommen. Eine Person wurde leicht verletzt.

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Der starke Schneefall hat zu mehreren Unfällen geführt, wie hier in Diepoldsau. (Bild: Kapo SG)

Der starke Schneefall hat zu mehreren Unfällen geführt, wie hier in Diepoldsau. (Bild: Kapo SG)

(tn/mid) «Fast alle Unfälle ereigneten sich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse», sagt Daniel Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage. Einzig bei einem Unfall auf der Autobahn bei Rorschacherberg waren Sommerpneus die Ursache. Die meisten Vorfälle hätten sich auf im Fürstenland-Neckertal und im Rheintal-Bodensee-Gebiet ereignet.

Glücklicherweise blieb es bei zwölf von 13 Unfällen bei Blechschaden. Nur auf der Autobahn A1 bei Wil verletzte sich eine 31-jährige Frau leicht. «Sie konnte aber selbständig einen Arzt aufsuchen», so Hug.

Auch der Bahnverkehr war betroffen

Der Bahnverkehr zwischen St.Gallen und Trogen war am Sonntagmorgen unterbrochen. Grund war eine Kollision zwischen einem Zug der Appenzeller Bahnen und einem Auto. Dabei wurde niemand verletzt. Der Unterbruch konnte zwar rasch behoben werden. Doch nur kurze Zeit später war die Linie erneut unterbrochen. «Die Schienen müssen vom Schnee befreit und die Weichen gründlich gesäubert werden», sagt Sabrina Huber, Mediensprecherin der Appenzeller Bahnen. Ein Ersatzbus fuhr zwischen St.Gallen und Notkersegg.

Zu einer weiteren Einschränkung im Bahnverkehr kam es am Sonntagnachmittag zwischen Jakobsbad und Appenzell. Auf der Linie Gossau - Wasserauen blockierte ein Zug die Strecke, der wegen einer Fahrzeugstörung steckengeblieben war. Nach 16 Uhr konnte die Störung behoben und der reguläre Bahnbetrieb fortgesetzt werden.

Thurgau und beide Appenzell weitestgehend verschont

Der Kanton Thurgau blieb vom starken Schneefall weitestgehend verschont. «Einzig im Oberland hat es drei Unfälle gegeben», sagt Andy Theler, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Verletzte habe es keine gegeben. «Es blieb bei Blechschäden.»

In den beiden Appenzeller Kantonen scheint man auf starken Schneefall besser vorbereitet zu sein. Die beiden Kantonspolizeien hatten keine Unfälle zu vermelden.

Vier Unfälle und abgebrochene Äste in St.Gallen

Verkehrsunfall an der Feldlistrasse. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen)

Verkehrsunfall an der Feldlistrasse. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen)

Am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr kam es auf der Teufener Strasse zu einem Selbstunfall. Ein Autofahrer war stadteinwärts unterwegs und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Auf Höhe der Liegenschaft Nr. 106 kollidierte er mit einem parkierten Auto. Es wurde niemand verletzt.

Um 8.30 Uhr ereignete sich auf der Linsebühlstrasse eine Kollision zwischen der Appenzeller Bahn und einem Auto, welches am Strassenrand stand. Verletzt wurde niemand. Aufgrund des Unfalls mussten Ersatzbusse eingesetzt werden.

Auf der Rorschacher Strasse musste ein Autofahrer um 9.15 Uhr einem anderen Auto ausweichen, welches von der Helvetiastrasse auf die Rorschacher Strasse einbog. In der Folge prallte der Autofahrer in eine Verkehrsinsel. Verletzt wurde niemand.

Der letzte Unfall ereignete sich um 16.45 Uhr an der Feldlistrasse. Ein privater Lieferwagen mit einem Schneepflug kam leicht ins Rutschen und touchierte einen Fussgänger auf dem Trottoir. Dieser wurde unbestimmt verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Beim Lieferwagen wurde eine Überlast von 19,4 Prozent festgestellt, weshalb die Weiterfahrt untersagt wurde. Der Fahrer wird angezeigt.

Weiter gingen auf der Einsatzzentrale diverse Meldungen über abgebrochene Äste ein. Die Stadtpolizei St.Gallen bittet die Bevölkerung, vorsichtig in den Wäldern und unter Bäumen zu sein, da Bäume durch die Schneelast umstürzen oder Äste abbrechen könnten.