Stahltank wird zu Ausstellungsraum für Autos

ROMANSHORN. Die Autobau AG investiert in Romanshorn fast 4 Millionen Franken in den Umbau eines riesigen Tanks im sogenannten Polygon-Gebäude zu einem speziellen Ausstellungsraum für 24 Fahrzeuge.

Markus Schoch
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Der geplante Ausstellungsraum der Autobau in Romanshorn. (Bild: Visualisiserung: pd)

Der geplante Ausstellungsraum der Autobau in Romanshorn. (Bild: Visualisiserung: pd)

ROMANSHORN. Die Autobau AG investiert in Romanshorn fast 4 Millionen Franken in den Umbau eines riesigen Tanks im sogenannten Polygon-Gebäude zu einem speziellen Ausstellungsraum für 24 Fahrzeuge. Die 2008 eröffnete Auto-Erlebniswelt Autobau und das neueste Projekt im speziellen seien «ein absoluter Glücksfall», sagte Denkmalpflegerin Bettina Hedinger gestern an einer Medienorientierung. Das Konzept sei genial: «Kulturgut kommt in Kulturgut.»

Drei Gitterrost-Plattformen

Der riesige Stahltank des Polygon-Gebäudes mit einem Durchmesser von 20 Metern und einer Höhe von fast 13 Metern wird für 3,9 Millionen Franken zu einem Ausstellungsraum für maximal 24 Autos. Platz finden die exklusiven Fahrzeuge aus der Sammlung von Autobau-Gründer Fredy Lienhard auf drei Gitterrost-Plattformen mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratmetern. «Die Konstruktion ist selbsttragend und kommt ohne Stützen im Innern aus», sagt Yanick Volpez vom zuständigen Architekturbüro Müller + Partner in Sulgen. Verbunden sind die verschiedenen Ebenen über zwei geschwungene und versetzte Treppen, die den gesamten Raum erlebbar machen.

Lift für Edelkarossen

Ins Gebäude gelangen die Besucher von der bestehenden Autoausstellung mit derzeit 90 Fahrzeugen über einen Durchgang. Auf der Südseite befindet sich der Lift für die Edelkarossen. Die Arbeiten laufen seit Januar und sollen bis im Herbst abgeschlossen sein. «Wir sind sehr gut unterwegs», sagt Denkmalpflegerin Bettina Hedinger. Sie hätten lange nicht gewusst, wie man das historisch wertvolle Polygon-Gebäude nutzen könnte, ergänzt Projektleiter Paul Kunz. Die erste Idee mit einem Eventraum und einem 360-Grad-Kino habe sich «hinten und vorne» nicht gerechnet, weshalb das Projekt gestoppt worden sei. «Jetzt sind wir auf dem richtigen und erfolgversprechenden Weg», sagt Kunz.