Ständeratspräsident 2025? Andrea Caroni schmiedet politische Langzeitpläne

Die FDP schlägt Andrea Caroni zur Wahl ins Büro des Ständerats vor. Damit könnte er in fünf Jahren Ratspräsident werden - falls er 2023 vom Volk wiedergewählt wird.

Adrian Vögele aus Bern
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Will noch mindestens eine weitere Legislatur in Bundesbern bleiben: Der Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni.

Will noch mindestens eine weitere Legislatur in Bundesbern bleiben: Der Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni.

Peter Schneider / KEYSTONE

Es sind hektische Tage in Bundesbern: Die Coronakrise verlangt von den Parlamentariern kurzfristige Entscheide, der Politbetrieb läuft auf höherer Temperatur als gewöhnlich. Der Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni stand darüber hinaus auch als Präsident der Gerichtskommission im Rampenlicht – wegen der Turbulenzen in der Bundesanwaltschaft. Was den 40-Jährigen nicht davon abhält, sich zwischendurch einige Gedanken langfristiger Art zu machen.

Heute Montag hat ihn die FDP-Gruppe des Ständerats einstimmig zur Wahl ins Büro – also das Leitungsgremium des Ständerats – vorgeschlagen. Die FDP ist in der Wintersession 2021 an der Reihe, wieder jemanden zu stellen. Falls er gewählt wird, wäre Caroni dann zunächst Ersatzstimmenzähler. Wenn alles wie üblich und nach Plan läuft, könnte der Ausserrhoder im Winter 2025 Ständeratspräsident werden. Vorausgesetzt natürlich, er wird bei den nächsten nationalen Wahlen vom Volk wiedergewählt. An ihm soll's nicht liegen, wie er sagt: Er werde wieder zur Wahl antreten - «wenn die FDP Ausserrhoden mich wieder aufstellt».

Das Ratsbüro ist für alle Organisations- und Verfahrensfragen im Ständerat zuständig. Es verabschiedet unter anderem das Sessionsprogramm und wählt die Mitglieder und Präsidien der Kommissionen.

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