Stadtkaserne als Alternative zu Neubau für Verwaltung

FRAUENFELD. Die Frauenfelder Stadtkaserne als Alternative zum 40 bis 50 Millionen Franken teuren Neubau für die Thurgauer Kantonsverwaltung – diese Idee soll die Regierung prüfen lassen, fordern Kantonsräte.

Christof Widmer
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FRAUENFELD. Die Frauenfelder Stadtkaserne als Alternative zum 40 bis 50 Millionen Franken teuren Neubau für die Thurgauer Kantonsverwaltung – diese Idee soll die Regierung prüfen lassen, fordern Kantonsräte.

Auslöser dafür war ein Vorstoss im Frauenfelder Gemeindeparlament. Er regt an, die Stadtkaserne als Verwaltungsgebäude zu nutzen – für die Stadt- wie für die Kantonsverwaltung. Die Gemeinderäte Stefan Geiges (CVP), Andreas Elliker (SVP) und Susanna Dreyer (CVP) fragen den Stadtrat, ob er mit dem Kanton diesbezüglich Gespräche suchen wolle. Die Antwort des Stadtrats steht noch aus.

«Nicht die Tür zuschlagen»

Kantonspolitiker fordern den Regierungsrat dazu auf, der Stadt nicht gleich die Tür zuzuschlagen, sollte sie auf den Kanton zukommen. «Der Regierungsrat ist sehr gut beraten, wenn er die Stadtkaserne als Alternative zum Verwaltungsneubau prüft», sagt FDP-Kantonsrätin Heidi Grau. Die Präsidentin der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission will sich damit ausdrücklich nicht gegen den Neubau positionieren. «Es ist aber schwierig, vor dem Volk einen Neubau zu begründen, wenn im Raum stehende Alternativen nicht geprüft worden sind.» Das gelte erst recht für Projekte mit so hohen Kosten. Einer, der es wissen muss, argumentiert gleich: EDU-Kantonsrat Daniel Wittwer hat quasi im Alleingang erste Pläne für einen Verwaltungsneubau 2005 in einer Volksabstimmung zu Fall gebracht. «Es würde von Weitsicht zeugen, wenn der Regierungsrat Optionen und Alternativen prüft», sagt Wittwer.

«Eher eine Ergänzung»

Auch Baudirektorin Carmen Haag hat ein Auge auf die Stadtkaserne geworfen: «Aufgrund der zentralen Lage und der Nähe zu weiteren kantonalen Bauten wäre dieser Standort sicher prüfenswert.» Für sie ist die Stadtkaserne allerdings keine direkte Alternative zum Neubau. «Die Stadtkaserne ist deutlich kleiner und wäre eher eine Ergänzung statt eine Alternative», sagt Haag. Sie erklärt zudem, dass es bereits zu einem ersten Austausch zwischen dem kantonalen und dem städtischen Hochbauamt bezüglich Stadtkaserne gekommen ist.

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