Stadt St.Gallen
Am Montag beginnt der Baustart für die Villa Wiesental – «Lagerhaus»- und «Brauwerk»-Betreiber mieten den Hotel-Neubau

Nächste Woche beginnen die Arbeiten bei der Villa Wiesental. Ebenso konnten Mieter für den Neubau gefunden werden: Unternehmer Marcel Walker, Dominik Grossenbacher und Samuel Vörös. Sie möchten mit dem Hotel-Neubau auf ein «jüngeres und junggebliebenes» Publikum abzielen.

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(pd) Bereits am nächsten Montag, 26. April 2021, beginnen die Arbeiten an der Villa Wiesental. Die Pensionskasse Stadt St.Gallen und die HRS Real Estate AG haben für die Renovation der Villa und den geplanten Hotel-Neubau die Baubewilligung erhalten, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben. Ebenso stehen die Mieter: Mit der Hotel Wiesental St.Gallen AG werden die Unternehmer Marcel Walker, Dominik Grossenbacher und Samuel Vörös den Neubau mieten. Sie betreiben unter anderem bereits das «Lagerhaus» und das «Brauwerk» in St.Gallen. Mit ihrem Hotelkonzept wollen sie zur Belebung und Aufwertung des Quartiers beitragen.

Für ein jüngeres und junggebliebenes Publikum

Dass die Erstellung eines Hotel-Neubaus eher überrascht, sei sich Marcel Walker angesichts der aktuellen Lage bewusst. Er sagt: «Wir sind zuversichtlich, dass sich die Situation mittelfristig verbessert. Wir wollen ein etwas jüngeres, auf jeden Fall junggebliebenes Publikum ansprechen, wofür wir im Quartier wie auch in der Stadt St.Gallen genügend Potenzial sehen.» Das Projekt schaffe zudem Möglichkeiten, Synergien mit bestehenden Infrastrukturen in unmittelbarer Nähe zu nutzen.

Historischer Bau und urbane Entwicklung

Die Bauzeit für die Renovation der Villa und den Hotel-Neubau mit rund 100 Zimmern wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Kosten werden auf 31,5 Millionen Franken geschätzt. Weiter heisst es in der Mitteilung, dass aufgrund der aktuellen Lage auf einen «Spatenstich» verzichtet wird. Eine feierliche Grundsteinlegung werde von der HRS für den Juni ins Auge gefasst.

In Absprache mit der Denkmalpflege wird die Villa bedarfsgerecht saniert und renoviert. Mit der Tiefgarage sowie der Renovation hätte man eine städtebauliche Lösung gefunden. Diese trage gemäss Mitteilung den historischen Bauten sowie den urbanen Entwicklung im Quartier Bahnhof Nord angemessen Rechnung. Ziel der Pensionskasse ist es, darin Büroräumlichkeiten mit neusten Technologien anzubieten. Die Villa steht seit 2005 leer und wurde 2019 von der HRS Investment AG an die Pensionskasse der Stadt St.Gallen verkauft.