Open Air Frauenfeld
Das Ticker-Team sagt mit Bildern zum Schmunzeln «Adieu» +++ «Jesus rettet!» lassen Aktivisten die Besucherinnen wissen +++ Ein Augenschein im Fundbüro

Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause findet vom 6. bis 9. Juli wieder das Open Air Frauenfeld statt. In unserem Festival-Ticker versorgen wir Sie mit Geschichten, Impressionen und Geheimtipps von der Grossen Allmend.

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Adieu vom Ticker-Team – So schrill und kurios war das OAF

Vier Tage OAF sind vorbei. Es war laut, lustig und vor allem: heiss. Wir bedanken uns an dieser Stelle fürs Mitlesen und verabschieden uns. Zum Abschied: eine Galerie, in der wir festgehalten haben, was uns zum Schmunzeln brachte. (fra/jab)

Er wollte seinen grossen Auftritt: Ein Luftballon fliegt knapp über die Bühne.
8 Bilder
Voller Einsatz für das perfekte Bild: Fotograf Tobias Garcia.
Mit «The Mandalorian-Helm» und Wasserpistole: Ein Besucher des OAF.
Heiss habe er noch nicht, dafür einen eigenen Hashtag: #thebatoaf2022.
Was er wohl sucht? Ein Mann ist auf die Schliessfächer geklettert.
Bier transportieren mal anders: eine Biertasche.
Erst nochmals richtig schwitzen, dann abkühlen: Basketballspielen fürs gratis-Duschen.
Fasnacht am OAF: Dario und Alessio haben das Thema Mode am OAF ganz einzigartig umgesetzt.

Er wollte seinen grossen Auftritt: Ein Luftballon fliegt knapp über die Bühne.

Bild: Viola Stäheli

Festival Besucher sollen zwischen Himmel und Hölle entscheiden

Vor dem Haupteingang zum Festivalgelände hat sich eine Handvoll Aktionisten mit gelben Westen und Plakaten positioniert. «Jesus rettet!», steht auf einer Weste. Gemäss dem Plakat sollen die Hip-Hop-Besucher zwischen Himmel und Hölle entscheiden. Viele gehen kommentarlos an den Aktionisten vorbei. (sko)

«Jesus rettet!» steht auf der Weste eines Aktivisten.

«Jesus rettet!» steht auf der Weste eines Aktivisten.

Bild: Samuel Koch

Bis zu 250 Fundstücke - Besuch im Fundbüro des OAF

Tobi arbeitet mit zwei Kolleginnen im Fundbüro auf dem OAF-Gelände.

Tobi arbeitet mit zwei Kolleginnen im Fundbüro auf dem OAF-Gelände.

Bild: Francesca Stemer

250 Fundstücke pro Tag treffen bei Tobi und seinen Kolleginnen und Kollegen der Fundbüros auf dem OAF-Gelände ein. Zumeist sind es Kreditkarten, Handys und Schlüssel. «Es ist jeweils amüsant, wenn sie uns fragen, ob wir das Fundbüro sind», sagt eine Arbeitskollegin von Tobi. Denn das Fundbüro ist gross und eindeutig angeschrieben. Eine andere Frau fügt an: «Die Leute sind aber allesamt sehr freundlich und anständig.» Die häufigsten Fragen drehen sich darum, wo man ein neues Bändeli bekommt, wenn man es verloren hat, wann der Shuttlebus fährt und wo man sein Handy laden kann. «Es gibt aber auch lustige Fragen», erzählt Tobi lachend. (fra/jab)

Für die Hit-Frisur: «Der Zeitaufwand liegt zwischen 15 Minuten und acht Stunden»

Jeanne Clairisse Hildinger bei der Arbeit.

Jeanne Clairisse Hildinger bei der Arbeit.

Bild: Francesca Stemer

Die Finger von Jeanne Clairisse Hildinger arbeiten selbstständig – sie flechtet Haare. Die Zopffrisur ist der Hit am OAF, auf dem Gelände sieht man Dutzende mit diesem Style. Ob einfach zwei Zöpfe links und rechts der Kopfhaut entlang oder mehrere Zöpfli – die Kosten liegen zwischen zehn und 300 Franken. «Der Zeitaufwand liegt zwischen 15 Minuten und acht Stunden», sagt Hildinger. Die Arbeit macht sie seit 20 Jahren, sie, ihr Mann und ihre Töchter. Sieben Personen sind sie und an vielen Festivals dabei. Mit dem Flechten unterstützen sie ein Hilfswerk, dass in Kamerun Waisenkinder, Witwen, alte Leute und Aids-Erkrankte unterstützt. (fra/jab)

«Lustige Fragen und dumme Anmachsprüche»: Die Arbeit im Migros auf dem Festgelände

Die Open Air Besucherinnen und Besucher beim Einkaufen in der OAF-Migros-Filiale.

Die Open Air Besucherinnen und Besucher beim Einkaufen in der OAF-Migros-Filiale.

Bild: Andrea Tina Stalder

«Ich höre sonst nicht so viele lustige Fragen und dumme Anmachsprüche», sagt M. Die junge Frau nennen wir aus datenschutztechnischen Gründen nicht beim vollen Namen. Sie arbeitet im Migros auf dem Festgelände, das nicht zum ersten Mal. Ihre Schicht dauert von 11 bis 15 Uhr. Normalerweise arbeitet sie in einer Filiale in Stein am Rhein. «Die Arbeit hier ist stressiger, besonders, weil auch viele in unserem Team krank sind», sagt sie. Aber es mache ihr Spass, sei mal was anderes.

«Man weiss nie wie der Tag wird, wie die Leute drauf sind.»

Besonders gefragt sind Brötchen und der klassische Migros-Eistee. (fra/jab)

Änderungen am OAF

Bierzaun und Graffiti: Entwicklungen auf dem OAF-Gelände

Der Bier-Zaun wächst schnell

Die Leute am OAF sind kreativ: Davon zeugt die Entsorgung von leeren Bierflaschen und ein Graffiti beim Migros. Eine stetige Entwicklung haben beide Projekte mitgemacht. (fra/jab)

Graffiti beim Migros

«Wir gehen schon seit 2016 immer an beide Open Airs»: Warum drei Freunde ans OASG und anschliessend ans OAF gehen

Vom Open Air St.Gallen geht es direkt ans Open Air Frauenfeld.

Vom Open Air St.Gallen geht es direkt ans Open Air Frauenfeld. 

Symbolbild: Andrea Tina Stalder

Joel Gutmann (22) aus Zuzwil, Levin Medici (22) aus Sirnach und Severin Moser (20) aus Herisau reichen vier Tage Party im Sittertobel nicht. Nachdem sie am Open Air St.Gallen ihr Lager abgebrochen hatten, ging es für die drei jungen Männer in Frauenfeld weiter. Im Interview mit TZ-Redaktor Stefan Marolf verraten die drei Freunde, warum Schlaf überbewertet wird, wie viel Geld sie an den Open Airs ausgeben und worauf sie sich am meisten freuen. (ste)

Ekelmoment: Rapper übergibt sich während seiner Performance

Kurz vor dem Zwischenfall: Rapper Tyla Yaweh bei seinem Auftritt am OAF.

Kurz vor dem Zwischenfall: Rapper Tyla Yaweh bei seinem Auftritt am OAF.

Bild: Belinda Schmid

Am Donnerstagnachmittag hat Rapper Tyla Yaweh für einen Ekelmoment gesorgt. Während seiner Performance musste sich der 27-jährige US-Amerikaner übergeben. Auf TikTok kursieren unzensierte Aufnahmen des Auftritts. Wir verzichten an dieser Stelle aber darauf, dieses Videomaterial zu verwenden. Wie 20 Minuten schreibt, hat sich die Plattenfirma von Tyla Yaweh noch nicht zu seinem Gesundheitszustand geäussert. (red/jab)

Tickets vor Corona gekauft: Nun hat sich das Leben verändert

Lilly und Giovanna aus Lindau am OAF.

Lilly und Giovanna aus Lindau am OAF.

Bild: Mario Testa

Tickets für das OAF liegen bei vielen Besucherinnen und Besuchern schon seit bald drei Jahren in der Schublade. Das Leben ist in dieser Zeit weitergegangen. TZ-Redaktor Mario Testa hat in Gesprächen die Veränderungen aufgeschnappt. Die 19-jährige Lilly aus Lindau etwa hat ihre Lehre gewechselt, als Erzieherin ist sie nun glücklich. Noel, Sven und Fabian aus dem Aargau bevorzugen das diesjährige Line up im Vergleich zum geplanten im Jahr 2020. Ganz anders Oliver aus Arbon und Julia aus Zürich, sie hätten lieber die vorherigen Künstler gehört. Bei vielen hat sich der Beziehungsstatus geändert, Marc aus Düsseldorf sagt:

«Seit einem Jahr ist es vorbei und umso mehr bin ich wieder mit den Kollegen und unterwegs und mache Party wie hier.»

Das Programm vom letzten Tag: Sido, Asap Rocky und Haftbefehl

Künstlerin Flo Milli bei ihrem Auftritt am Freitagabend.

Künstlerin Flo Milli bei ihrem Auftritt am Freitagabend.

Bild: Andrea Tina Stalder

Der letzte Tag am OAF ist angebrochen. Heute performen 21 Künstlerinnen und Künstler. Der Auftakt macht um 12.55 Uhr der deutsche Rapper Montez. Weiter treten heute Sido, Ski Mask The Slump God und Asap Rocky auf. Der Menge zum letzten Mal einheizen wird dabei der Rapper Haftbefehl. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden, was auf dem Gelände des OAF geschieht. (fra/jab)

Blick von hinten: Wer hat den weitesten Weg vom Zelt zur Bühne?

Blick vom Ende des Camping B in Richtung Bühne.

Blick vom Ende des Camping B in Richtung Bühne.

Bild: Janine Bollhalder

Bis zum hintersten Zelt: Wir haben den Weg auf uns genommen. Die abendlichen Temperaturen haben es immer noch in sich und Erfrischungen von Wasserpistolen sind eine willkommene Abwechslung. Die Stimmung ist friedlich und ausgelassen. Manche Camperinnen und Camper sitzen vor ihren Zelten, trinken Bier und beobachten die Vorbeigehenden. Man riecht Cannabis und hört Gelächter. Ganz am hinteren Ende von Camping D, nach etwas mehr als einer halben Stunde Fussmarsch von der Bühne, ist es ruhig. Nicht einmal der Bass ist mehr zu hören. Jetzt verabschieden wir uns für Tag drei. Morgen gibt es an dieser Stelle wieder Aktuelles vom OAF. (jab)

Im Einkaufswagen am OAF: «Die Kollegen schauen, dass mich keiner anrempelt»

Luca Straumann wartet am Migros-Ausgang auf seine Freunde.

Luca Straumann wartet am Migros-Ausgang auf seine Freunde.

Bild: Mario Testa

«Ein Kollege ist mir bei der Arbeit mit dem Stapler über den Fuss gefahren. Ich habe einen achtfachen Bruch erlitten», sagt Luca Straumann, der vor dem Ausgang der Migros auf dem Gelände in einem Einkaufswagen sitzt und auf seine Freunde wartet. Der 20-jährige Automatiker aus Eriswil in Bern hat sich trotz des Gipses nicht von einem spontanen Besuch am Open Air abhalten lassen.

«Gestern fragten meine Freunde, ob wir nicht nach Frauenfeld gehen wollen. Wir kamen sehr günstig an Tickets und so sind wir losgefahren.»

Straumann lässt sich von den Kollegen, wo es das Gelände zulässt, im Einkaufswagen schieben, sonst geht er an Stöcken – auch vor die Bühne. «Das passt schon. Ich setze mich an der South Stage jeweils auf den Wellenbrecher. Da hab ich eine super Aussicht und die Kollegen schauen, dass mich keiner anrempelt. Im Moshpit wäre es sicher gefährlich mit den Stöcken, das lass ich bleiben.» Es sei ein Vorteil, dass er gut trainiert sei, so sei das Gehen mit den Stöcken kein grosses Problem. (mte)

Die Musik ist «Gugus»: Anstatt vor der Bühne zu stehen, skatet Patrizio

Patrizio skatet seit sechs Jahren.

Patrizio skatet seit sechs Jahren.

Bild: Francesca Stemer

Der 21-jährige Patrizio ist nicht das erste Mal am OAF. Wir treffen ihn bei der Skate-Rampe. Seine Leidenschaft entdeckte er vor sechs Jahren. «Meine Cousine skatete und der Sport hat mich begeistert», sagt er. Wegen des Skatens hat er sich bereits einen Arm gebrochen, eine fingerlange Narbe an seinem Unterarm zeugt davon. Aber Patrizio sagt:

«Das gehört halt dazu.»

Die Musik am diesjährigen OAF bezeichnet er als «Gugus», aber er ist wegen der Stimmung hier: «Der Vibe ist einfach cool.» (fra/jab)

Einweisen nach dem Regenbogen – Parkieren auf dem OAF-Gelände

Der VIP-Parkplatz auf dem westlichen Ende des OAF-Geländes.

Der VIP-Parkplatz auf dem westlichen Ende des OAF-Geländes.

Bild: Francesca Stemer

Es ist ein Kommen und Gehen beim Parkplatz vor dem VIP-Eingang. Ein Security und ein junger Verkehrskadett weisen die anfahrenden Autos ein. «Unsere Schichten dauern zwischen acht bis zwölf Stunden», erklären sie, die aus datenschutztechnischen Gründen ihre Namen nicht in den Medien lesen möchten. Auf dem vordersten Parkplatz stehen um 11 Uhr am Freitagmorgen etwas mehr als 60 Autos, schätzen sie. Wer wohin fahren darf, um zu parkieren, erkennen sie an den runden Aufklebern, welche die Autofahrer erhalten. Hellgrün steht für VIP-Gäste, Dunkelgrün für Premium-Gäste – «Es gibt aber noch mehr Farben», sagt der Security-Mitarbeiter und weist ein Auto auf das Parkfeld. (fra/jab)

Schwitzen für die Abkühlung

Sven und Mirco treten am vep-Stand in die Pedalen.

Sven und Mirco treten am vep-Stand in die Pedalen.

Bild: Samuel Koch

Sven aus dem Sarganserland und Mirco aus Walenstadt radeln am vep-stand (very economic people) für eine gratis Dusche. Das Ziel: Schwitzen, um sich nachher abzukühlen. Standbetreuerin Carlotta motiviert die beiden noch schneller in die Pedalen zu treten. (sko)

Raue Sitten am Open Air Frauenfeld

In den sozialen Medien kursieren derzeit Videos vom Open Air Frauenfeld, die für Schlagzeilen sorgen. Beim Konzert von Rapper Roddy Ricch stürmt ein Fan auf die Bühne. Die Security greift ein – und wird tatkräftig vom Rapper unterstützt, der den Mann kurzerhand von der Bühne kickt.

Unser Videozusammenschnitt zeigt auch eine Szene aus dem Auftritt von Lil Baby. Hier stürmt ebenfalls ein Fan auf die Bühne. Die Security fasst ihn hart an und wirft ihn von der Bühne. Anders geht die Sache derweil beim Konzert von Playboi Carti aus: Der Rapper beschützt einen Fan, der ebenfalls auf die Bühne gestürmt ist, vor den rabiat eingreifenden Security-Einsatzkräften. (red.)

Flammen und Tattoos: Einblick in die geheime Party auf dem OAF-Gelände

Performance an der Red Bull Unforeseen-Party.

Performance an der Red Bull Unforeseen-Party. 

Bild: Tobias Garcia

Eine geheime Backstageparty: Red Bull Unforeseen. Zutritt nur für all jene, die den Code knacken. TZ-Redaktor Samuel Koch hat es geschafft und Zutritt zur exklusiven Welt erhalten. Was ihn erwartete: Ein Sternenhimmel mit Discokugeln, freizügige Tänzerinnen mit Flammenstäben, ein Pool mit überdimensionalen Flamingos und kleines Tattoo-Studio. (fra/jab)

Churros, Pommes mit Paprikasalz und Frühlingsrollen: Ein Blick auf das vegane Essensangebot am OAF

TZ-Redaktor Mathias Frei probiert Churros.

TZ-Redaktor Mathias Frei probiert Churros.

Bild: Belinda Schmid

Es ist Mittag: Wer auf dem OAF-Gelände noch unschlüssig ist, was es zu essen geben soll, kann sich von TZ-Redaktor Mathias Frei inspirieren lassen. Er hat sich durch das vegane Essensangebot am Festival probiert - von Falafel, über Pita mit ­Pulled Jackfruit bis Churros. (fra/jab)

Die Hälfte ist vorbei: Tag drei des OAF

Ein OAF-Besucher auf dem Gelände des Festivals.

Ein OAF-Besucher auf dem Gelände des Festivals.

Bild: Tobias Garcia

Willkommen zurück auf unserem Festivalblog zu Tag drei. Auch heute stehen 21 Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne. Den Auftakt macht um 12.55 Uhr die Schweizer Sängerin Danitsa. Im Laufe des Tages treten unter anderen J.Cole, Freg, Monet192 und SSIO auf. Den Abschluss macht um 1 Uhr der britische Rapper Tion Wayne. (fra/jab)

Die geheime Party: Flamingos, Glitzer und Tattoos

Die Red Bull Unforeseen-Party.

Die Red Bull Unforeseen-Party.

Bild: Francesca Stemer
Make-up Artist Eros.

Make-up Artist Eros.

Bild: Francesca Stemer

Eine Party an einem geheimen Ort auf dem Gelände des OAF: Red Bull Unforeseen. Wer den Code kennt, kommt durch die Tür. Es gibt einen Pool mit rosa Flamingos, wummernde Bässe, ein Mini-Tattoostudio, Glitzer-Make up und ein WC mit unzähligen Spiegeln an den Wänden. Und eine Treppe führt empor zu einer Aussichtsplattform: Das OAF von oben. Und genau da feiern wir jetzt weiter. Wir verabschieden uns für heute. Sie können morgen an dieser Stelle wieder lesen, was auf dem OAF-Gelände vor sich geht. (fra/jab)

Eine exklusive Aussicht.

Eine exklusive Aussicht.

Bild: Janine Bollhalder

«Voll unsere Musik»: Silas und Noah aus Bern sind zum ersten Mal am OAF

Silas und Noah aus Bern.

Silas und Noah aus Bern.

Bild: Francesca Stemer

«Es ist voll unsere Musik hier», sagt Noah aus Lyss im Kanton Bern. Der 18-Jährige hat auf dem Zeltplatz übernachtet. «Ich habe gut geschlafen», sagt er. Gerade ist sein Kollege Silas angekommen. «Es ist unser erstes Mal am OAF», sagt der ebenfalls 18-Jährige. Die Musik finden sie toll, erklären die beiden begeistert. Am meisten freuen sie sich auf Lil Uzi Vert und Sido. Aber bevor es zur Bühne geht, möchten sie jetzt erstmal essen. (fra/jab)

Das Handy muss die Festivaltage überstehen: Auf dem Festgelände gibt es Leihakkus

Stephanie von Chimpy vor einem der Stände am OAF.

Stephanie von Chimpy vor einem der Stände am OAF.

Bild: Francesca Stemer

«Wenn es nicht auf dem Handy festgehalten wird, fühlt es sich an, als wäre man nicht hier gewesen», sagt Stephanie. Sie ist am OAF für die Stände von Chimpy zuständig, einem Anbieter von Leihakkus. Für fünf Franken kann man sein Handy einmal, für 20 Franken vier Tage lang im Abo regelmässig aufladen. Die Kundinnen und Kunden bezahlen Depot, denn das garantiert, dass Powerbanks zurückkommen. Meist unversehrt, wie Stephanie sagt. Wie viele Powerbanks in den ersten beiden Tagen bereits ausgeliehen wurden, weiss sie nicht, aber sagt: «Die Nachfrage ist riesig. Am OAF läuft es besser, als an anderen Festivals.» (fra/jab)

In einem richtigen Bett geschlafen: Justin und Lena haben in der Premium Lodge genächtigt

Justin und Lena haben in der Premium Lodge übernachtet.

Justin und Lena haben in der Premium Lodge übernachtet.

Bild: Francesca Stemer

Luxeriöser geschlafen als auf dem Zeltplatz haben Justin und Lena. Der 19-Jährige und seine 20-jährige Freundin haben in einem Kleincontrainer übernachtet, einer sogenannten Premium Lodge, die auf der Seite des OAF für 2000 Franken inseriert ist. Für beide ist es nicht das erste Mal am OAF, aber in komfortablen Betten, wie Lena sagt. Der Grund, dass sie nicht zelten wollten: «Meine Mutter und ihre Freundin sind mitgekommen», erklärt Justin. Sein Lieblingsauftritt des ersten Tages war Playboi Carti, heute freut er sich auf Roddy Rich:

«Das ist einfach total unsere Musik.»

Auch wenn sie erfahrene OAF-Gänger sind, gab es vor einigen Jahren einen Zwischenfall: «Ich habe vergessen genügend zu trinken und bin während dem Auftritt von Eminem umgekippt», sagt Lena. Das Erlebnis sei ihr sehr peinlich gewesen. Ihr Freund erzählt, dass es ihn beeindruckt, die Entwicklung der Künstler zu beobachten. «Ich erinnere mich, das UFO361 vor einigen Jahren noch auf der kleinen Bühne auftrat und heute gehört er zu den Hauptacts.» (fra/jab)

Selbstversuch: Wir machen Tattoos

Redaktorinnen Francesca Stemer und Janine Bollhalder haben sich Tattoos aufmalen lassen.

Redaktorinnen Francesca Stemer und Janine Bollhalder haben sich Tattoos aufmalen lassen.

Bild: Janine Bollhalder

Es ist nicht unser erstes Mal: Tattoos. Für Redaktorin Francesca Stemer ist es das zweite, für Janine Bollhalder das dritte Tattoo. Auf der «Peace Street» nördlich des Geländes gibt es Sonnenbrillen, Wasserpistolen und semi-permanente Tattoos. Die Künstler am Stand stammen aus Isreal. Auf Englisch erklären sie, dass es gut läuft. «Die Leute kommen in Wellen», erklärt der junge Mann und pinselt die Tattoovorlage mit schwarzer Farbe aus. Wer sich bemalen lässt, bleibt nicht lange alleine, schon kommen die nächsten Interessierten und wählen ihr Sujet aus. Das Tattoo bleibt gemäss Aussage bis zu einer Woche auf der Haut. (fra/jab)

Rückblick: Rapperin Loredana am OAF

5 Bilder

Künstlerin Loredana trat am ersten Tag des OAF auf. Unser Fotograf Tobias Garcia hat den Moment fotografisch festgehalten. Auf ihrem TikTok-Account hat die Rapperin ihren Auftritt ebenfalls gepostet, aus ganz anderen Perspektiven:

Akku voll

Open Air Besucherinnen und Besucher laden ihre Handys.

Open Air Besucherinnen und Besucher laden ihre Handys.

Bild: Samuel Koch

Strom fürs Smartphone unterwegs ist nach dem ersten Open-Air-Tag vielleicht ein rares Gut. Daher laden diese Festivalbesucher im Einkaufszentrum Passage ihre Handys auf, um auf dem Gelände ihre Erlebnisse wieder festhalten zu können. (sko)

Eine Idylle mit Zeltlandschaft

Grasende Kühe und das OAF

Seit knapp 24 Stunden läuft das Open Air Frauenfeld auf der Grossen Allmend. Aus der Ferne von der Besenbeiz Geisselstübli lassen sich gar einzelne Zelte der täglich 50’000 Besucherinnen und Besucher erkennen. Wer also das Festival mal in Ruhe aus der Ferne beobachten will, ist in Warth-Weiningen genau richtig. Und im Vordergrund grasen Kühe. (sko)

Und weiter geht es: Was heute auf dem Programm steht

Der Zeltplatz des OAF 2022 auf der Grossen Allmend.

Der Zeltplatz des OAF 2022 auf der Grossen Allmend.

Bild: Tobias Garcia

Willkommen zu Tag zwei unseres Festivalblogs. Heute können sich die OAF-Gäste auf 21 Musikacts freuen. Ab 12.55 Uhr steht die Hip-Hop-Crew 102 Boyz auf der South Stage. Über den Tag verteilt treten Lil Baby und Roddy Ricch auf. Den Abschluss macht um 1 Uhr der deutsche Rapper Shindy. Und wir halten Sie hier auf dem Laufenden, was auf dem Gelände passiert. (fra/jab)

Danke fürs Lesen und bis morgen!

Die Gäste auf dem OAF-Gelände am Mittwoch.

Die Gäste auf dem OAF-Gelände am Mittwoch.

Bild: Andrea Tina Stalder

Genug geschwitzt für heute: Wir bedanken uns fürs Mitlesen und verabschieden uns für heute. Morgen halten wir Sie an dieser Stelle wieder auf dem Laufenden zu den Geschehnissen auf dem OAF-Gelände. (fra/jab)

«15'000 Tücher verteilt»: «Osti» und Jennifer verteilen Erfrischung an die Besucherinnen und Besucher

«Osti» und Jennifer verteilen Stofftücher.

«Osti» und Jennifer verteilen Stofftücher.

Bild: Francesca Stemer

Sie verteilen Erfrischung: Michael «Osti» und Jennifer. In einem Einkaufswagen transportieren Sie dünne Stofftücher mit der Aufschrift Migros und Frauenfelder. Zeit fürs Kühlen: «Osti» tränkt die Tücher mit einem Eimer eiskalten Wasser und händigt sie vorbeigehenden Festivalbesuchern aus. «15’000 Tücher haben wir an diesem ersten OAF-Tag verteilt, weitere 20’000 Tücher gibt es in der Migros-Zone», erklärt «Osti».

Die beiden Freelancer sind nur heute als Migros-Männli unterwegs. Eine Frage bleibt: Habt ihr nicht warm? Jennifer lacht und sagt: «Ich nicht!» «Osti» grinst. «Doch, eigentlich schon. Ich habe aber nur Unterwäsche darunter an», sagt er und beginnt scherzhaft den Reissverschluss zu öffnen. (fra/jab)

Als Helferin am OAF

Jenny ist Helferin am OAF.

Jenny ist Helferin am OAF.

Bild: Francesca Stemer

Jenny (34) ist zum ersten Mal als Helferin am OAF mit dabei. Zusammen mit der Guggenmusik Frauenfeld arbeitet sie im Catering. Heute hat sie eine Doppelschicht. Das bedeutet, dass sie um 11 Uhr morgens startete und bis 23 Uhr abends arbeitet. «Am Morgen war es noch etwas chaotisch», erklärt sie und ihre Lippen heben sich zu einem Lächeln, sie fährt fort: «aber es macht Spass und wir haben hier eine super Stimmung.» (jab/fra)

Augen auf bei der Eingangskontrolle: Ein Schirm mit Alkohol

Mario, Mike, Pascal und Kevin arbeiten an der Eingangskontrolle.

Mario, Mike, Pascal und Kevin arbeiten an der Eingangskontrolle.

Bild: Francesca Stemer

Seit sieben Uhr auf den Gelände sind Pascal, Kevin und Mario. Die drei arbeiten an der Eingangskontrolle, verteilen den Besucherinnen und Besuchern Bändeli und kontrollieren das Gepäck. Für Pascal ist es das erste Mal, Kevin und Mario sind schon mehrere Jahre dabei. «Einfach wegen dem tollen Team», sagt Mario.

Was ihm von den letzten Jahren besonders in Erinnerung blieb, war ein Zwischenfall mit einem Schirm. Sein Sohn, damals 14 Jahre alt, entdeckte, dass ein Besucher unter den Schirmen, die er mitführte, mit Klebeband Alkoholflaschen befestigt hatte.

Alkohol einzuführen ist jedoch verboten. Genauso wie jegliche Gegenstände, mit denen man werfen kann oder andere anderweitig verletzen. Heute habe er bereits ein grosses Messer konfisziert, sagt Mario. Stressig sei es schon - besonders, bis man in die Arbeitsroutine gekommen sei, sagt Pascal. Kevin ergänzt, dass der Andrang in diesem Jahr vergleichsweise überschaubar sei, weil die Öffnungszeit über den ganzen Tag verteilt wurde. (fra/jab)

Ein falsches Profil

Das falsche OAF-Profil auf Instagram.

Das falsche OAF-Profil auf Instagram.

Bild: PD

Ein Hauptgewinn ist das nicht: Auf Instagram kursiert ein falsches Profil des OAF. Es nennt sich openairfrauenfeldofficiall. In der Biografie des privaten Profils heisst es, dass man via Link etwas gewinnen kann. Auf dem richtigen Profil des OAFs hingegen findet man viele Bilder und Informationen.

Erster Musikact auf der South Stage

Kalim performt auf der South Stage.

Kalim performt auf der South Stage.

Bild: Francesca Stemer

Eskalation vorbereitet: Als erster Künstler am OAF 2022 tritt Kalim auf. Der deutsche Rapper kündet seinen Auftritt in Frauenfeld auf Instagram an.

«Was am Open Air passiert, bleibt am Open Air»: Feuerwehr Frauenfeld am OAF

Die Feuerwehr steht bei den Ställen der Rennbahn bereit.

Die Feuerwehr steht bei den Ställen der Rennbahn bereit. 

Bild: Francesca Stemer

Sie sehen alles: Die Aufgabe von Roger und Sämi von der Feuerwehr Frauenfeld ist es, regelmässig über das OAF-Gelände zu patrouillieren. «Wir schauen nach dem Rechten und achten darauf, dass die Rettungsachsen frei bleiben», erklärt Roger.

Für beide ist es nicht der erste Einsatz, seit 15 Jahren trifft man sie - im Einsatz oder privat - auf dem OAF-Gelände an. Welche besonders kuriosen Dinge sie bereits erlebt haben, verraten sie nicht: «Was am Open Air passiert, bleibt am Open Air», sagt Sämi mit einem Augenzwinkern.

An was sie sich erinnern, ist der Brand der parkierten Autos im Jahr 2007. «Es war richtig heiss», sagt Roger. Ein Vorfall dieser Grössenordnung gab es seitdem nicht mehr. «Ab und zu löschen wir Brände, welche die Leute in Mulden entzünden», sagt Sämi. Dafür steht eine Löschequipe mit Fahrzeug bereit. Ihre Schicht dauert noch bis 18.30 Uhr, danach übernehmen Kollegen. Auch für die restlichen Tage, denn wie Roger sagt:

«Das OAF ist zwar amüsant, aber in unserem Alter hält man das nicht mehr drei Tage aus.»

Das Open Air Must-have

Sonja und Susanne beim Campingplatz.

Sonja und Susanne beim Campingplatz.

Bild: Francesca Stemer

Susanna und Sonja (beide 22) sind gerade dabei zusammen mit einem Kollegen ihr Zelt aufzubauen. Insgesamt sind sie eine Gruppe von bis zu zehn Personen. Das Open Air Must-have ist für die beiden das Zelt, Wasser und eine Bauchtasche. Besonders freuen sie sich auf Sido und Rin. (fra)

Kostenlose Duschzeit

Pro Korb gibt es 24 Sekunden Duschzeit.

Pro Korb gibt es 24 Sekunden Duschzeit.

Bild: Mathias Frei

Wer den Basketball im Griff hat, kann sich kostenlose Duschzeit erspielen. Wer sein Glück versuchen will: Die Anlage befindet sich am südöstlichen Ende der Rennbahn. (mat)

«Erst den Zeltnachbarn zum Probieren gegeben»: Seyit und Alex aus Zürich sind OAF-erfahren

Seyit und Alex aus Zürich auf dem Zeltplatz des OAF.

Seyit und Alex aus Zürich auf dem Zeltplatz des OAF.

Bild: Francesca Stemer

Seyit und Alex (beide 22) sind für das OAF aus Zürich angereist. Für die beiden ist es bereits das vierte Mal. Das Highlight: Wegkommen von der Stadt, mal abschalten und: «Campen mit Freunden ist geil.» Sie freuen sich auf den amerikanischen Hip Hop, J. Cole, Lil Baby und Jack Harlow. Für sie das Wichtigste am OAF: «Wasser!» Das sagen sie lachend und Seyit erklärt:

«Am letzten Musikfestival wurde uns das zum Verhängnis. Wir haben nur Alkohol getrunken. Ich habe immer gehofft, dass es Wasser ist, aber es war Wodka.»

Für sie ist «suufe» eine OAF-Tradition. Daher auch Seyits peinlichstes OAF-Erlebnis: «Ich habe mich im falschen Zelt wiedergefunden.» Er habe es aber schnell gemerkt, dank dem fremden Inhalt der Tasche. Alex erinnert sich, mal ein Zigipäckli mit Joints gefunden zu haben. «Wir waren unsicher, ob das Gras gut ist und haben es erst unseren Zeltnachbarn zum Probieren gegeben», erzählt er und fügt grinsend an, dass aber alles gut gegangen sei. (jab)

Aktuell finden die letzen Aufbauarbeiten für das Bühnenbild statt. Dafür benötigen die Mitarbeitenden bis zu drei Stunden. (fra)

Die letzen Aufbauarbeiten bei der South Stage.

Die letzen Aufbauarbeiten bei der South Stage.

Bild: Janine Bollhalder

OAF oder OAFF - Stimmen Sie ab

Am Open Air Frauenfeld 2019: Marteria und Caspar treten auf.

Am Open Air Frauenfeld 2019: Marteria und Caspar treten auf.

Bild: Andrea Stalder

Seit 1987 gibt es das Festival auf der Frauenfelder Allmend bereits. Angefangen hat alles mit Rock-lastigen Programmen unter dem Namen «Out in the Green». Seit 2007 heisst das Festival nun aber offiziell Open Air Frauenfeld. Klingt lang und schreit deshalb nach einer Abkürzung. Doch sagt man jetzt OAF oder OAFF?

Tatsache ist, das Open Air Frauenfeld selbst nutzt konsequent die Bezeichnung OAF. Auf Social Media und in den Google Trends jedoch wird deutlich häufiger OAFF eingetippt. Ob das zweite F für «FrauenFeld» oder für «Frauenfeld Festival» stehen soll, ist offen. Was nicht offen bleiben soll ist, welche Abkürzung unter den Festivalgängerinnen und -gängern geläufiger ist. Deshalb: Stimmt jetzt ab und lasst es uns wissen! (aye)

Das Programm von heute

Am diesjährigen OAF treten 80 Musikerinnen und Musiker auf. Den Auftakt heute macht um 15.15 Uhr der Berliner Rapper Zartmann. Über den Tag verteilt treten Megan Thee Stallion, Pashanim und Rote Mütze Raphi auf. Den Abschluss macht Tyler, the Creator um 23.45 Uhr. (fra/jab)

Anstossen auf einen erfolgreichen Start

Bild: Andrea Stalder

Open-Air-Chef Wolfgang Sahli bereitet kurz nach Einlass der ersten Fans den Schampus vor - und stösst mit seinem Team auf ein erfolgreiches Festival an.

... Es ist so weit! Die Tore sind offen, Hunderte Hip-Hop-Fans stürmen das Gelände.

Sido bei seinem Konzert.
290 Bilder
Das Sido-Konzert
Das Sido-Konzert
Das Sido-Konzert
Das Sido-Konzert
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Sido bei seinem Konzert.
Flo Milli bei ihrem Auftritt.
Frauenfeld 08.07.2022 TG - Open Air Frauenfeld 2022. Flo Milli Konzert.
Kelvyn Colt feuert das Publikum an.
Den musikalischen Auftakt zu Tag drei macht die Schweizer Sängerin Danitsa.
Die Schweizer Sängerin Danitsa.
Danitsa während ihres Auftritts.
Abendstimmung während dem Auftritt von Lil Uzi Vert.
Frenetischer Jubel für Polo G.
Polo G
Polo G
Viko 63 und Penglord hatten am Donnerstagnachmittag ihren Auftritt am OAF.
Am Konzert von Tyla Yaweh.
Tyla Yaweh beim Bad in der Menge.
Das Konzert von Oboy am Donnerstagmittag.
Tobende Masse beim Konzert von Oboy.
Rapperin Loredana hat am Mittwochabend ihren Auftritt.
Frauenfeld 06.07.2022 TG - Open Air Frauenfeld 2022. Eröffnung am Mittwochmorgen.