St. Galler Offiziere ehren Divisionär Peter Stutz

Die Mitglieder der kantonalen Offiziersgesellschaft St. Gallen wählten an ihrer Jahresversammlung den Walenstadter Divisionär a. D. Peter Stutz zum Ehrenmitglied.

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RAPPERSWIL. Die kantonale Offiziersgesellschaft (KOG) ist die Dachorganisation der acht Sektionen Stadt St. Gallen, Rorschach, Werdenberg, Sarganserland, See und Gaster, Toggenburg, Untertoggenburg/Wil/Gossau sowie Rheintal. Sie hat laut eigenen Angaben weit über 1000 Mitglieder, engagiert sich für die Schweizer Armee und ist das kantonale Forum für Fragen rund um Armee und Sicherheitspolitik.

KOG für 100 000-Mann-Armee

Der Einladung zur Jahresversammlung nach Rapperswil-Jona folgten nebst den Mitgliedern diverse Vertreter aus Militär, Politik und Wirtschaft sowie eine Delegation der Offiziersgesellschaft Vorarlberg. KOG-Präsident Oberst Jörg Velinsky kam in seinem Jahresbericht 2011 auf den Beschluss des eidgenössischen Parlamentes vom September zu sprechen, wonach der Bundesrat beauftragt wurde, die Schweizer Armee mit einem Bestand von 100 000 Mann und einem Ausgabenplafond von jährlich 5 Milliarden Franken zu realisieren. Velinsky beurteilt den neuerlichen Entscheid, diesen Beschluss nicht umzusetzen und dem Parlament eine Armee zu beantragen, die mit 80 000 Soldaten und einem Budget von 4,4 Milliarden auskommen soll, als «äusserst bedenklich». Wichtige Rüstungsvorhaben wie der Kauf des neuen Kampfflugzeuges würden damit verunmöglicht.

Auf moderne Kriege vorbereiten

Divisionär a. D. Peter Stutz (Walenstadt) wurde einstimmig als Ehrenmitglied gewählt. Major i Gst Simon Hobi, Präsident der Offiziersgesellschaft Sarganserland, würdigte die Verdienste von Divisionär Stutz zugunsten der KOG. Der Rapperswiler Brigadier Daniel Lätsch, Kommandant der Generalstabsschule und stellvertretender Kommandant für die Höhere Kaderausbildung der Armee, referierte nach der Mitgliederversammlung zum Thema «Doktrinentwicklung»: In Zukunft werde es nicht weniger Krieg und Konflikte geben, wohl aber solche mit anderem Gesicht und neuen Phänomenen. Ziel eines modernen Krieges könnte zum Beispiel der Kampf um Ressourcen sein, erklärte Lätsch. Die neue Doktrin müsse diesen Kriegsbildern entsprechen und den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung der Armee bilden. (red.)