St. Galler Fanzug mit Steinen beworfen

Nach dem Spiel des FC St. Gallen in Luzern ist es zu Scharmützeln auf dem Gleisfeld beim Luzerner Bahnhof gekommen. Kaum hatte sich der Zug mit den St.

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Nach dem Spiel des FC St. Gallen in Luzern ist es zu Scharmützeln auf dem Gleisfeld beim Luzerner Bahnhof gekommen. Kaum hatte sich der Zug mit den St. Galler Fans in Bewegung gesetzt, wurde er auf dem Gleisfeld von Luzerner Fans mit Steinen angegriffen, wie Reto Schärli, Mediensprecher der SBB sagt. Die St. Galler ihrerseits haben bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof zweimal die Notbremse gezogen, was gemäss Schärli «betriebliche Auswirkungen» hatte. Mehrere Züge erhielten eine Verspätung von bis zu einer Viertelstunde. Die SBB werden Strafanzeige gegen die Luzerner Fans einreichen, welche den Bahnbetrieb gestört hatten. Danach habe es im Zug «kleinere Sachschäden» gegeben, die aber «normal» seien.

Vier Fans festgenommen

Gemäss Kurt Graf, Mediensprecher der Kapo Luzern, hatte es zuvor auf dem Bahnhofsgelände kleinere, «nicht nennenswerte» Scharmützel gegeben. «Einige Vermummte hatten sich entfernt, bevor die Polizei sie ergreifen konnte.» Laut der «Neuen Luzerner Zeitung» nahm die Polizei drei FCL-Fans in Haft– es handelt sich um zwei Jugendliche und einen Erwachsenen. Laut der Nachrichtenagentur sda wurde am Montag dann noch eine vierte Person festgenommen.

Friedliche Protestaktion

Während des Spiels hatten rund 150 Anhänger des FC St. Gallen gegen die zu hohen Preise im Gästesektor in Luzern protestiert. Sie boykottierten das Spiel im Stadion und verfolgten es währenddessen auf ihren Smartphones vor der Swissporarena. Die Protestaktion blieb friedlich. Sicherheitskräfte schirmten den Bereich vor dem Stadion ab, gemäss Verantwortlichen des FC Luzern kam es zu keinen Provokationen. Auch der Transport der St. Galler Fans nach dem Spiel vom Stadion zum Bahnhof sei «relativ friedlich» verlaufen. (rst)