St. Galler Charmeoffensive bleibt vor der Tür

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Guido Sutter hatte die Türe weit aufgestossen. Er könne sich «eine umfassende Kooperation» mit Ausserrhoden vorstellen, hatte der Präsident der St. Galler Spitalverbunde im Interview mit der «Ostschweiz am Sonntag» (Ausgabe vom 30. April) gesagt. Ohne Herisau könne er sich die Ausserrhoder Spitallandschaft nicht vorstellen, so Sutter, für Heiden aber dürfte es eng werden. «Heiden zu halten wird eine grosse Herausforderung sein.» Anzustreben sei eine Kooperation, die getragen sei «von Vertrauen und sogar Sympathie; man muss sich mögen und verstehen, um erfolgreich zu sein».

Eine unaufdringliche Charmeoffensive der St. Galler an die Ausserrhoder. Und was macht deren Kantonsrat damit? Nichts. Der Name des Nachbarn fällt kein einziges Mal in der mehrstündigen Debatte – und das, obwohl der Ausserrhoder Spitalverbund omnipräsent ist, auch bei den «spitalfreien» Traktanden. Besorgt fragen Kantonsräte: «Was, wenn alle Stricke reissen? Was, wenn der Spitalverbund hops geht?» Eine Möglichkeit: Vorher die Tür aufmachen. (rw)

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