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St. Galler Assistenzärzte protestieren

Petition Nicht nur die Entschädigungen von Kaderärzten geben derzeit zu reden: Die St. Galler Sektion des Verbands der Schweizer Assistenz- und Oberärzte (VSAO) kritisiert, dass der übliche Lohnanstieg der sich in Weiterbildung be­findenden Assistenzärzte dieses Jahr ausfalle: Sie hat beim Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde eine Petition mit dem Titel «Stopp der Lohn­ungerechtigkeit» eingereicht – gut 370 Ärzte haben unterschrieben.

Statt eines Lohnanstiegs von 2400 bis 4800 Franken für das Jahr 2018 hätten die Assistenzärzte des Kantonsspitals St. Gallen einen einmaligen Essens­gutschein im Wert von 160 Franken erhalten, sagt Sergej Staubli, Präsident der VSAO-Sektion. Das sei nicht akzeptabel. Die Einstiegslöhne für Assistenzärzte am Kantonsspital liegen in der Grössen­ordnung von 80 000 Franken pro Jahr – «bei einer 50-Stunden-Arbeitswoche, mit Nacht- und Wochenenddiensten», sagt Staubli.

«Ohne angemessene Lohnentwicklung verkommen die Anstellungsbedingungen zur Manövriermasse im Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Spitälern», heisst es dazu auf der Webseite der VSAO-Sektion. «Es droht eine Schwächung des Standorts St. Gallen, was sich vorwiegend in der Personal­rekrutierung zeigen wird.» Zugleich hält Staubli fest, der VSAO begrüsse Transparenz bei den Löhnen und im Gesundheitswesen als Ganzes. Lohnexzesse könnten in niemandes Interesse sein.

Verwaltungsrat weist auf schwierige Finanzlage hin

Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde habe Verständnis für die Petition gezeigt, sagt Andreas Eisenring, Geschäftsstellenleiter des Verwaltungsrats. Er entgegnet jedoch: «Der ‹übliche Lohnanstieg› für 2018 wurde vom Verwaltungsrat nicht auf null gesetzt.» Der Verwaltungsrat habe eine Maximalvorgabe für die diesjährige Lohnentwicklung beschlossen. Für die Umsetzung seien die Spitalverbunde zuständig. «Die Landspitalregionen haben aufgrund ihrer Grösse und der unterschiedlichen finanziellen Ergebnisse eine andere Ausgangslage und konnten in Einzelfällen individuelle ­Stufenerhöhungen gewähren.» Das ­Kantonsspital habe mit der Abgabe von ­Verpflegungsgutscheinen eine eigene Lösung gewählt, die nachvollziehbar sei. «Die finanziellen Ergebnisse und Erwartungen sind für die St. Galler Spitäler im Trend angespannt und wenig hoffnungsvoll.» Hauptgründe seien der sinkende mittlere Schweregrad der Behandlungsfälle, die rückläufige Anzahl der zusatzversicherten Patienten und die Verlagerung der stationären Patienten in die Ambulatorien. (av)

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