St. Gallen top, Toggenburg flop

der Blick Auf die Vier Tourismus­destinationen Im Kanton St. Gallen:
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Der Blick auf die vier Tourismus­destinationen im Kanton St. Gallen:

St. Gallen-Bodensee

436170 Logiernächte wurden voriges Jahr in der Tourismusregion St. Gallen-Bodensee gezählt, mehr als die Hälfte davon in der Stadt St. Gallen. Vier von fünf Gästen sind Geschäftsreisende; der Anteil Freizeittouristen wächst – aber nie so stark wie in Zürich. Dennoch: St. Gallen entwickelt sich zu einer Destination für Städtereisen. Gut die Hälfte der Übernachtungen gehen auf das Konto von Schweizer Gästen. Die meisten ausländischen Gäste reisten aus Deutschland an; sie machten gut 14 Prozent aus.

Heidiland

Weniger erfreulich sind die Zahlen der Destination Heidiland. Dort wurden 326733 Logiernächte verzeichnet – 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Einbruch im Winter war um ein Mehrfaches grösser als jener im Sommer. Insgesamt ist der Sommertourismus aber bedeutender; die Bettenauslastung betrug allerdings auch in der warmen Jahreszeit nur knapp 30 Prozent. Das Heidiland verlor mehr Betriebe als die andern ­Regionen; deren Zahl ging von 81 auf 77 zurück.

Toggenburg

Am übelsten gebeutelt wurde das Toggenburg. Dort brachen die Logiernächte um 8,1 Prozent ein; 111231 waren es noch. Die Betriebe sind gerade einmal zu 20 Prozent ausgelastet – sprich: An vier von fünf Tagen blieben die Hotelbetten leer. Das Tal versucht, bei der Hotellerie den Hebel anzusetzen, so etwa mit dem geplanten Jufa-Familienhotel. Der Sommer lockt mehr Gäste ins Tal als der Winter – 85 Prozent sind Schweizer.

Zürichsee

Die zweite St. Galler Region, die im ­vergangenen Jahr ein Plus verbucht, ist die Destination Zürichsee. Es wurden 627870 Logiernächte verbucht, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Abwärtstrend scheint damit gestoppt; 2013 bis 2016 waren die Zahlen rückläufig gewesen. Dies waren sie 2017 auch in Rapperswil-Jona: Die Rosenstadt gehört zu den grossen Verliererinnen, ihre Logiernächte brachen um 19 Prozent ein. Ein kräftiges Hoch erlebte dagegen Amden mit einem Plus von 21 Prozent. 70 Prozent der Gäste in der Zürichsee-Region kommen aus der Schweiz oder aus Deutschland. (rw, cz)