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SRF: Ein St.Galler, der im Bundeshaus fehlen wird

Hanspeter Trütsch war die St.Galler Stimme in der SRF-Bundeshausredaktion. Nun ist er nach 22 Jahren beim Fernsehen in Pension gegangen.
Marcel Elsener
Ende Januar ist Hanspeter Trütsch nach 22 Jahren beim Fernsehen pensioniert worden. (Bild: Michel Canonica)

Ende Januar ist Hanspeter Trütsch nach 22 Jahren beim Fernsehen pensioniert worden. (Bild: Michel Canonica)

Wenn so oft der fehlende Einfluss der Ostschweiz in der Bundespolitik beklagt wird, hatten die St.Galler wenigstens einen, der darüber berichtete: Hanspeter Trütsch, SRF-Bundeshausredaktor mit Igelfrisur, klug analysierend, zügig sprechend, war eine gern gehörte Vertretung, wie es sie in Bern so schnell nicht mehr geben wird. Ende Januar ist der einstige Radiojournalist nach 22 Jahren beim Fernsehen in Pension gegangen.

Nun wird Trütsch es ruhiger nehmen. Mehrfach schon hat er die Schweiz durchwandert, doch wir nehmen nicht an, dass er sich in diesen Wintertagen bereits auf den Weg macht. Als Ehren-Föbü von 2015 wird er wohl den 10. Februar abwarten, wenn die Stadt St.Gallen ihren 44. Fasnachtspromi krönt («Ehren-Födlebürger»).

Eine Ehrung hätte er auch als Journalist im Bundeshaus verdient: Im «Schmelztiegel und Treffpunkt der vier Kulturen unseres spannenden Landes» leistete er vorzügliche Arbeit, bei der man stets spürte, dass ihm die Schweiz, ihre Politik und sein Beruf am Herzen liegen. Ein Buch über seine Karriere würde man gern lesen, das prägendste Ereignis hat er dem Magazin «persönlich» verraten: An der Medienkonferenz zum Rücktritt von Elisabeth Kopp hat es ihn «richtig tschudderet», als sie den historischen Satz sagte: «Mich trifft weder rechtlich noch moralisch irgendeine Schuld.» Ein «magischer Moment» in Trütschs Karriere, im Gegenteil zum live übertragenen Nasenbluten von Samuel Schmid: «Da sind wir zu weit gegangen.»

Was meint der Jungpensionär zu «No Billag»? In der SRG widerspiegle sich das vierteilige Land, sagte Trütsch im Herbst, sie sei wie die SBB oder die Post eine Institution, über die sich die Bürger klar werden müssten, welchen Wert sie haben solle. Eine diplomatische Antwort, aber unmissverständlich. Ganz wie man ihn kennt: schlau, lausbübisch, kompetent.

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