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Sprengstoff-Übung in der Ikea St.Gallen: Spürhund Quinto freut sich auf den Muff

Das Grenzwachtkorps hat gestern in den Lagerhallen der Ikea St.Gallen eine nationale Ausbildung für Sprengstoff-Spürhunde durchgeführt. Ein Augenschein vor Ort zeigt, dass der Spieltrieb der Tiere entscheidend ist.
Tim Frei

Quinto ist aufgeregt, seine Augen sind fokussiert, sein Maul ist weit geöffnet. Er will losspurten. Sein Herrchen aber lässt dies nicht zu und hält ihn mit der Leine zurück. Dann, auf Signal seines Hundeführers, darf Quinto, ein deutscher Schäferhund, endlich los – aber immer an der Leine. Der viereinhalbjährige Hund legt in den Lagerhallen der Ikea St. Gallen einen Sprint hin, nähert sich aufgestapelten Kartonkisten und schnüffelt wie wild daran. Keine Frage, er sucht nach einem wichtigen Gegenstand. Damit der Karton durch seine Krallen nicht beschädigt wird und als Selbstschutz sind über seine beiden Vorderpfoten zwei kleine Stoff-Schuhe gestülpt worden.

(Urs Bucher)
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21 Bilder

Grosse Sprengstoff-Übung im Ikea in St.Gallen

Seit einigen Jahren unterstützt Quinto als Sprengstoff-Spürhund das Grenzwachtkorps (GWK). Sein Hundeführer zeigt ihm immer wieder an, in welche Richtung er suchen muss. Schliesslich stoppt der Hund vor einem Stapel, schnüffelt viel bestimmter, wedelt mit dem Schwanz und verschwindet hinter dem Karton. Plötzlich legt er sich zu Boden und macht «Sitz».

Hund kommuniziert mit Mensch

«Mit dieser passiven Anzeige verdeutlicht er, dass er die gesuchte Substanz – eine Sprengstoffschnur – aufgespürt hat», sagt Marc Michel, technischer Leiter und stellvertretender Chef Diensthundewesen GWK.

Quinto ist nicht der einzige Sprengstoff-Spürhund, der gestern die Lagerhallen der Ikea nach Sprengstoff-Materialien oder sonstigen Waffen absuchte. Sieben weitere Hunde des Grenzwachtkorps sowie zwei der Kantonspolizei St. Gallen sind an dieser Übung ebenfalls dabei. Sie ist Teil einer nationalen Sprengstoffspürhunde-Ausbildung des GWK. «Diese Übungen für Spürhunde, die bereits im Dienst sind, finden alle zwei Monate dezen­tral in der ganzen Schweiz statt», so Michel. Derzeit stehen zwölf ausgebildete Sprengstoff-Spürhunde für das GWK im Einsatz.

Als Quinto Platz gemacht hat, folgt die Belohnung. Ein Instruktor wirft ihm ein kleines Frotteetuch zu – der sogenannte Muff. Der Schäferhund nimmt es sofort in seinen Mund, springt auf sein Herrchen hoch und gibt Freudengeräusche von sich.

Suche nach Spielzeug treibt Spürhund an

Dieses Spielzeug ist entscheidend bei der Ausbildung von Spürhunden. Dabei wird der Spieltrieb der Hunde genutzt. Bei deutschen und belgischen Schäferhunden ist dieser Trieb besonders ausgeprägt. «Deshalb eignen sie sich am besten dafür», sagt Michel.

Ganz früh – bereits im Alter von vier Monaten beginnt die Grundausbildung – wird den Hunden der Muff immer wieder mit dem Geruch der gesuchten Substanz in Verbindung gebracht. Bei Sprengstoff-Spürhunden zum Beispiel mit Schwarzpulver. Dadurch und indem die Hunde bei Erfolg immer wieder mit dem Spielzeug belohnt werden, werden sie auf das angestrebte Verhalten konditioniert. «Die Spürhunde suchen letztlich nicht nach dem Geruch, sondern nach ihrem Spielzeug», sagt Michel.

Quinto sitzt zwischen den Beinen seines Herrchens, streckt die Zunge heraus und hechelt. Obschon erschöpft, scheint er zufrieden mit sich zu sein.

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